Ich habe früher öfter Bücher von Michael Robotham gelesen. Wann und warum sich das verschoben bzw. verändert hat weiß ich nicht, aber nach dem Thriller ist er definitiv wieder neu in den Fokus gerückt.
Nach zwölf Jahren hinter Gittern kehrt Arlo Hackett in seine australische Heimatstadt Yulara zurück, ein Ort, dessen Bewohner ihn einst verurteilten und verstießen. Damals wurde er der Beihilfe zu einem schweren Verbrechen beschuldigt, das sein Bruder Luke begangen haben soll. Doch Arlo hat nie an Lukes Schuld geglaubt und will nun herausfinden, was wirklich passiert ist. Aber die Menschen in Yulara begegnen ihm mit Misstrauen und Feindseligkeit. Wer lügt, wer verschweigt etwas und wem kann Arlo überhaupt noch trauen? Während er sich seinen schmerzhaften Erinnerungen stellt und der Wahrheit immer näherkommt, gerät sein Leben erneut aus den Fugen. Zwischen Verrat und Schuld muss er sich die Frage stellen, ob Vergebung möglich ist, oder ob sie alles zerstört, was ihm noch geblieben ist.
Die Geschichte ist dermaßen in sich stimmig, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Das lag sowohl an den Charakteren, allen voran Arlo als auch an der Vielseitigkeit der Geschichte. Ich komme schnell zu der Überzeugung das Luke das ihm zur Last gelegte Verbrechen nicht begangen hat, aber wie und warum alles miteinander zusammenhängt wird nach und nach schlüssig aufgelöst.
Dabei muss man sich an die Rückblenden, die nicht immer sofort zu erkennen sind, gewöhnen. Aber einmal durchgestiegen ist an ein Aufhören nicht mehr zu denken. Ein wahrlich fesselndes Buch das durch eine tolle Story und sehr vielschichtige Charaktere glänzt. Absolute Weiterempfehlung von mir.