Die ruhige Betty ist unglücklich, ihr langjähriger Freund Tinn hat sie betrogen und sich von ihr getrennt, da er sich in seine Kollegin Sabrina verliebt hat. Da alle drei in einem Büro arbeiten, muss Betty gehen (was sie ihrem Chef sehr übel nimmt). Als sie in Hamburg keine Wohnung auf die schnelle findet, zieht sie zurück zu ihrem Vater aufs Land. Der lebt allein in einem Häuschen im Wald, ist Tischler und ein durch und durch gutmütiger Kerl. Die Geschichte erzählt in ruhigen und schön beschriebenen Abschnitten, wie Betty sich zunächst verloren und einsam fühlt, dann aber nach und nach aufblüht und Anschluss an die Menschen in der kleinen Gemeinde findet. Das Setting ist gemütlich und man fühlt sich pudelwohl in dem kleinen Dorf, das inmitten von Rapsfeldern und Wäldern liegt. Und dann ist da auch noch dieser Lars, der gemäß Klappentext sehr viel zu erzählen hat. Zunächst entsteht der Eindruck, dass der Mann ein komischer Kauz ist, doch dem ist absolut nicht so. Nach und nach wird beleuchtet, wer Lars ist, was seine Geschichte ist und dass auch er ein Päckchen zu tragen hatte. Und dann gibt es da auch noch eine Verbindung zwischen ihm und Bettys Vater. Die Geschichte erzählt somit auch von Betty und Lars, und ihrer Liebe, die sich ebenso ruhig und liebenswert entwickelt. Es gibt moderate Liebesszenen. Die Geschichte spielt sich über alle Jahreszeiten hinweg ab, was ich sehr schön fand. Es beginnt im Frühling, geht in einen sehr heißen Sommer über, gefolgt von einem goldenen Herbst, bis in die Winter- und Weihnachtszeit hinein. Ein richtig schönes und gemütliches Wohlfühlbuch, das durchaus mit Problemen der Charaktere daherkommt, aber mir insgesamt ein rundum wohliges Gefühl vermittelt hat. Eine Empfehlung für alle, die gemütliche Wohlfühl-Liebesromane mögen.