Humorvoll und mit vielen lokalen Besonderheiten ist dieser Krimi eine gute Unterhaltung. Die beiden Hauptprotagonisten Max Kandlbinder sowie Veronika Obermaier ermitteln als Privatdetektive im Auftrag des Bürgermeisters. Dabei werden so einige skurrile Besonderheiten zutage gefördert.
Kandlbinder als Frühpensionär möchte einfach nur seine Ruhe haben und wirkt manchmal etwas grummelig. Veronika hingegen wirkt lebensfroher und wesentlich angriffslustiger als dieser, da sie sich schon gerne mal kabbelt oder den ein oder anderen Spruch loslässt.
Beide Protagonisten offenbaren Potenzial in ihrer Entwicklung und ich bin gespannt, ob bei einem eventuellen Folgefall dies vielleicht schon erkennbar ist.
Der Erzählstil des Autors ist aus der Ich-Perspektive der beiden Hauptprotagonisten. Dies war für mich nicht immer einfach, da ich manchmal ein wenig überlegen musste: Erzählt gerade Kandlbinder oder Obermaier? Man gewöhnt sich zwar im Laufe der Erzählung daran, aber es war irgendwie ungewohnt für mich.
Der Schreibstil des Autors ist humorvoll, teilweise skurril und mit viel lokaler Sprache versehen. Freunde von typisch bayerischem Flair kommen hier vollkommen auf ihre Kosten. Die Nebenfiguren wirken manchmal vielleicht etwas überzeichnet, weisen aber dennoch drollige Eigenarten auf. Hier und da kann man sich diese Personen sehr gut in einem Dorf im Bayerischen Wald lebhaft vorstellen.
Der Kriminalfall in seiner Konstruktion ist gut aufgebaut, aber ohne spektakuläre Twists, was es auch nicht immer sein muss. Die Auflösung des Falls war interessant und passte sich dem Flair der ganzen Geschichte sehr gut an.
Ein lokaler bayerischer Krimi mit Humor und skurrilen Personen, der für Unterhaltung und gute Laune sorgt.