
Für mehr Relevanz im 21. Jahrhundert: Ein Plädoyer für die Neulesung des Kanons.
Der traditionelle literarische Kanon ist das Ergebnis historisch gewachsener Auswahl- und Deutungsprozesse. Die Beiträger*innen plädieren weder für seine Verwerfung noch allein für seine Erweiterung, sondern treten für eine Re-Visitation des Kanons ein. Dazu stellen sie gender- und queertheoretische, postkoloniale, narratologische, ökokritische und weitere Zugänge vor und zeigen, welche Erkenntnispotenziale sie für die Lektüre kanonischer Texte erschließen. Die Ergebnisse machen deutlich, wie der traditionelle Kanon durch veränderte Perspektiven neu lesbar wird und eine literaturwissenschaftliche Relevanz, die den Epistemologien des 21. Jahrhunderts entspricht, entfalten kann.
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