Die Handlung war spannend genug, die Liebesgeschichte hat mich leider nicht überzeugt und das Ende war etwas faul.
"Das Leuchten vergangener Sterne" war eigentlich ganz gut. Ich habe die Handlung gerne verfolgt und wollte durchgehend wissen, wie sich alles weiterentwickelt.Sehr gut gefallen hat mir Andalusien als Kulisse. Ich war selbst schon dort und fand diese Region unglaublich faszinierend. Andalusien ist hier nicht einfach nur eine hübsche Kulisse, sondern eng mit der Handlung und den archäologischen Themen verbunden. Die Mischung aus Archäologie, kriminellen Verwicklungen und Liebesgeschichte fand ich interessant. Der Roman ist also mehr als nur eine Romanze. Die Nachforschungen und zunehmenden Gefahren haben dafür gesorgt, dass ich gerne weitergelesen habe.Mein persönliches Highlight war Orlando. Ich mochte seine charmante, selbstbewusste und hartnäckige Art sehr. Er ist undurchsichtig, intelligent und nicht immer leicht einzuschätzen. Er war für mich dadurch mit Abstand die interessanteste Figur des Buches.Mit Taran wurde ich hingegen nicht im gleichen Masse warm.Wenn man den Klappentext liest, erwartet man deutlich mehr Romantik. Die Liebesgeschichte steht zwar durchaus im Mittelpunkt, konnte mich auf der emotionalen Ebene aber leider nicht abholen. Die Gefühle und Entwicklungen waren für mich nur bedingt nachvollziehbar und ich habe die grosse Verbindung zwischen den entsprechenden Figuren nicht wirklich gespürt. Gerade bei einer Geschichte über eine Frau zwischen zwei rivalisierenden Männern hätte ich mir viel mehr Spannung, Leidenschaft und emotionale Intensität gewünscht.Teilweise hatte ich das Gefühl, dass Orlando vor allem deshalb immer stärker zum Feindbild gemacht werden musste, damit Taran im Vergleich besser dasteht.Mein grösster Kritikpunkt ist allerdings der Schluss. Die Lösung wirkte auf mich viel zu schnell, bequem und unkompliziert. Besonders das Verhalten einer bestimmten Figur passte plötzlich überhaupt nicht mehr zu der Persönlichkeit, die zuvor gezeigt worden waren. Es machte den Eindruck, als müsse diese Figur sich nun einfach vollkommen untypisch verhalten, damit die Autorin die romantische Konstellation möglichst problemlos auflösen kann. Für mich war das leider eine ziemlich faule Lösung.Auch wichtige Fragen rund um die kriminellen Verwicklungen und deren Konsequenzen bleiben offen. Trotz dieser Kritikpunkte hat mich "Das Leuchten vergangener Sterne" gut unterhalten. Die Handlung war abwechslungsreich, das andalusische Setting wunderschön und mit Orlando gab es eine Figur, die ich wirklich sehr gerne mochte. Emotional und romantisch hätte das Buch für mich deutlich stärker sein dürfen, und vor allem der überhastete Schluss hat meinen Gesamteindruck etwas getrübt.