Gaming-nahe Plattformen werden bezüglich der Untersuchung von Radikalisierungsprozessen immer relevanter. Julian Schell fokussiert sich auf die Frage, welche Bedeutung technische und soziale Affordanzen für Online-Radikalisierungsmechanismen im digitalen Raum haben. Mit einem interdisziplinären Theorieansatz, der Affordanzentheorie, Social Identity Theory und das Radikalisierungspuzzle verbindet, untersucht er vergleichend Steam, Discord und Twitch. Die Ergebnisse zeigen, dass plattformspezifische Strukturen Anschlussmöglichkeiten für extremistische Kommunikation eröffnen können. Die Arbeit richtet sich an Leser:innen aus Soziologie, Medien- und Radikalisierungsforschung sowie an Akteure der Präventionspraxis.