Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich Silvi Carlsson auf ihrem Youtube-Kanal schon eine Weile verfolge und ihren Content sehr schätze.
"Good girl exit" hat mir viele Denkanstöße geliefert, ich habe mich in einigen Abschnitten wiedergefunden und werde bestimmt auch noch eine Weile weiter darüber grübeln.
Ich konnte nicht überall zu 100% mitgehen. Beispielsweise gab es einen Abschnitt über Silvis eigene Moderationserfahrung mit einer Kollegin und die ständigen Vergleiche im Nachhinein, wer denn die bessere Moderatorin/Frau gewesen sei. Da hat mir persönlich ein wenig die Differenzierung gefehlt, dass das kein rein feministisches Thema ist. Ich denke gerade wenn es um Vergleiche geht und die Präsenz im öffentlichen Raum, dann ist davor niemand "sicher" und es wird immer Menschen geben, die z.B. Moderator*innen miteinander vergleichen und sich für ihre Favorit*innen aussprechen, egal welches Geschlecht die Person hat.
Ich muss auch sagen, dass ich leider nicht so gut durch das Buch durchgeflogen bin. Ich brauchte öfter Pausen und war nicht so sehr im Lesefluss, was ich etwas schade fand. Als positiv habe ich die vielen Unterabschnitte empfunden, sodass man sich nicht vom Text überrannt gefühlt hat. Thematisch ist man da aber leider sehr viel von einem ins Andere gesprungen, was mich dann auch irgendwie wieder rausgebracht hat bzw. es mir schwerer gemacht hat, den Bogen zu schlagen zum nächsten Thema.
Alles in allem bin ich also hin- und hergerissen, weil ich das Thema super spannend fand und das Buch einen guten Einstieg bietet. Andererseits war es leider nicht so flüssig zu lesen, wie ich es mir erhofft hätte.