Winnie träumt davon, eine Hunter zu werden. Doch seit ihr Vater als Hexer und Verräter entlarvt wurde, steht ihre Familie am Rand der Gesellschaft. Winnie, ihre Mutter und ihr Bruder werden von den Luminaries gemieden und ohne offizielles Training scheint Winnies Wunsch kaum erreichbar. Trotzdem stellt sie sich den gefährlichen Prüfungen, um den Namen ihrer Familie reinzuwaschen.
The Luminaries war mein erstes Buch von Susan Denard. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und die Grundidee mit den Alpträumen, die Nacht für Nacht gejagt werden müssen, hat mir von Anfang an gefallen. Dennoch hatte ich zu Beginn meine Schwierigkeiten mit der Geschichte. Vor allem Winnies permanente Wut und das teils harte, ungerechte Verhalten der Luminaries gegenüber ihrer Familie haben mir den Einstieg erschwert. Nach etwa dem ersten Drittel hat mich das Buch jedoch immer stärker in seinen Bann gezogen.
Die Charaktere sind insgesamt sehr gelungen ausgearbeitet. Die Mischung aus Bad Boy, ehrgeiziger Heldin und überstylter Teenagerin wirkt stimmig und lebendig. Etwas irritiert hat mich über das gesamte Buch hinweg das Verhalten der Gesellschaft der Luminaries, was jedoch vermutlich bewusst so angelegt ist. Hier bin ich sehr gespannt, wie sich dieser Aspekt in den Folgebänden weiterentwickeln wird, ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen.
Am Ende konnte mich die Geschichte überzeugen. Besonders der düstere Wald und die Idee der gejagten Alpträume haben für eine starke Atmosphäre gesorgt. The Luminaries hat mir kurzweilige, spannende Lesestunden beschert und macht definitiv neugierig auf den nächsten Band.