Thea Schlütermann analysiert interdisziplinär und rechtsvergleichend Möglichkeiten der Ergänzungen der repräsentativen Demokratie, insbesondere durch Losverfahren, Deliberation und eine stärkere Rolle der Bürgerinnen und Bürger in Frankreich und Deutschland.
Thea Schlütermann examines fundamental questions of democratic legitimation and representation, weaknesses of the concept of representative democracy, as well as possibilities of strengthening this system, in particular through lot-based, deliberative elements and a stronger role for citizens. The legal analysis is based on current points of reference and is substantiated by approaches of the political science and sociological findings. It reflects the constitutional and cultural particularities of the French and German constitutional systems. Thea Schlütermann analysiert die demokratischen Entwicklungen des französischen und deutschen Verfassungssystems. Anhand aktueller Bezugspunkte untersucht sie Grundfragen demokratischer Legitimation und Repräsentation, Schwächen des Konzepts der repräsentativen Demokratie sowie Ergänzungsmöglichkeiten dieses Systems insbesondere durch losbasierte, deliberative Elemente und eine stärkere Bürgerrolle. Die rechtliche Analyse untermauert sie durch politikwissenschaftliche Ansätze und soziologische Erkenntnisse. Dadurch spiegelt die Untersuchung die verfassungsrechtlichen und -kulturellen Besonderheiten beider Länder und bereitet sie so auf, dass sie als Inspirationsquellen für den jeweils nationalen als auch deutsch-französischen Verfassungsdiskurs zu demokratischen Ergänzungen dienen können.
Inhaltsverzeichnis
Einleitendes Kapitel
Kapitel 1 Die Suche nach demokratischen Ergänzungen der repräsentativen Demokratie: Ein Unterfangen mit neuer Dynamik und neuem Schwerpunkt in Frankreich
Kapitel 2 Der innovative französische Präzendenzfall: die Convention Citoyenne pour le Climat.
Kapitel 3 Koordination und Neuausrichtung der Verfassungsakteure: die Gestaltung einer deliberativen Zukunft