
Es beginnt mit einem stillen Protest. Kathleen Beckett entscheidet sich, den ungewöhnlich warmen Novembersonntag anders zu verbringen - den Gottesdienst mit der Familie ausfallen zu lassen und in den Pool zu steigen. Zwischen der Wasseroberfläche und ihren Erinnerungen lässt Kathleen ihre verpassten Chancen und Träume an sich vorbeiziehen und rebelliert gegen die Person, die sie in den letzten Jahren war. Währenddessen ist ihr Mann Virgil gefangen zwischen Schuld und Verantwortung und versucht, das eigens gesponnene Netz aus Lügen aufrechtzuerhalten, um die Illusion ihrer Ehe nicht zu gefährden. Doch mit jedem Augenblick, den Kathleen länger im Pool bleibt, droht auch Virgils Fassade zu bröckeln.
Mit psychologischem Feingefühl und literarischer Tiefe erzählt Jessica Anthony von Zuneigung und gleichzeitigem Überdruss und von der Zerbrechlichkeit, aber auch von der Stärke der stillen Auflehnung. Ein kraftvoller Roman über das, was passiert, wenn wir dem innersten Drang, wirklich zu leben, nachgeben.


Narin ist neun, als die Arbeiten des Dammprojektes der türkischen Regierung in ihrem Dorf beginnen. Ihre Großmutter ist fest entschlossen, ihre Enkelin trotzdem ungestört taufen zu lassen, und bereitet alles für die Reise ins heilige Lalisch-Tal vor. Bevor sie aufbrechen, besucht Narin das Grab ihrer Ururgroßmutter Leila, um sich zu verabschieden, und fragt sich, ob der neben Leila begrabene, mysteriöse Engländer Arthur Smyth, »König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere«, etwas mit ihrer Geschichte zu tun hat. Wer war dieser Mann von den Ufern der Themse, und wie ist ihr eigener Lebensweg mit dem seinen verwoben?
Ein soghafter Roman über verschlungene Schicksale und jahrhundertealte Konflikte.
Noch mehr Spass am Lesen












