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Deutscher Sachbuchpreis 2026

Dreihundert deutsche Männer, schrieb Walther Rathenau zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bestimmten die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents. Er meinte das enge Geflecht aus Bankiers, Industriekapitänen und Lobbyisten, das sich mit dem Aufstieg von Firmen wie der Allianz, Krupp oder Siemens herausgebildet hatte. Man kannte einander, man sprach miteinander - und man sprach sich ab. Bis in die 1990er Jahre prägte dieses Netzwerk namens »Deutschland AG« die Politik und die Unternehmenskultur in der Bundesrepublik.
Konstantin Richter montiert die Geschichten dieser Macher und Magnaten zu einer temporeichen szenischen Erzählung. In meisterhaft arrangierten Episoden lässt er ihre Welt zu unserer werden: Er begleitet Nicolaus Otto und Gottlieb Daimler bei der Gemüseernte, wo die beiden genauso erbittert konkurrieren wie bei der Entwicklung neuer Motoren. Richter sitzt mit am Tisch, wenn die Gebrüder Mannesmann in Marokko irrwitzige Intrigen spinnen, und er pendelt mit Thomas Middelhoff von Bielefeld nach Essen, wenn dieser sich mit seinem Hubschrauber auf den Weg ins Büro macht.
So entsteht ein einzigartiges Epos, das rund 150 Jahre umspannt: von der Start-up-Nation Kaiserreich bis in die krisengebeutelte Gegenwart, vom Aufstieg der Deutschland AG bis zum ihrem Niedergang.
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Es war einmal ein Volkssport namens Fußball, getragen von enthusiastischen Fans, von ihren Gesängen und Fahnen, von Leidenschaft und Fantasie. Doch inzwischen ist die Luft raus. Manager und Funktionäre formten den Sport einfacher Leute zu einem aseptischen Hochglanzprodukt, aufgepumpt mit TV-Milliarden, konfektioniert fürs globale Publikum. Wo sind die Emotionen hin, wo die echte Begeisterung? Philipp Köster hat eine wortgewaltige, aufrüttelnde Streitschrift geschrieben, die Fußballfreunden aus der Seele spricht. Er erzählt von den legendären Jahren des Fußballs, von enthusiastischen Fantribünen und siegestrunkenen Auswärtsfahrten - und er schildert, wie gierige Geschäftemacher den Sport ruinierten und zu Grabe trugen. Gibt es einen Weg, wie sich Fans den echten Fußball zurückholen können? Ja. Nicht in allen Bereichen, aber dort, wo es zählt.

Tobias Escher zeigt, dass im Fußball eine neue Zeitrechnung begonnen hat. Längst haben KI-Modelle und die Auswertung riesiger Datenberge Einzug gehalten in das Daily Business der großen Clubs. Es geht um viel Geld, die immer wichtiger werdende Rolle der Datenanalysten, die Jagd nach den perfekten Spielern und die schwindende Entscheidungsmacht der Trainer.
Jede Bewegung, jede Ballberührung, jeder Zentimeter des Platzes wird inzwischen im Fußball vermessen, analysiert und von KI-Systemen ausgewertet. In Sekundenbruchteilen wird das Spielgeschehen analysiert und die Bewegungen und der Fitnessstatus der Spieler auf dem Feld ausgewertet. Während Klubs viel Geld an Daten-Firmen bezahlen, um den Erfolg auf dem Rasen zu maximieren, unterhält die internationale Elite längst eigene Analyseabteilungen, die helfen sollen, die größten Talente auf der Welt zu identifizieren, ehe die Konkurrenz sie wegschnappt. Am Ende wartet die große Frage: Lässt sich der Fußball mithilfe von Daten, Zahlen und KI-Modellen entschlüsseln? Wie funktionieren die Modelle, die den Blick auf den Fußball revolutionieren? Und wie wichtig bleibt der Faktor Mensch? Tobias Escher zeigt die Möglichkeiten und Schattenseiten des neuen datengetriebenen Profifußballs, was hinter den Kulissen passiert und wie sich die Klubs auf die Zukunft einstellen.

Auf welche Weltordnung steuern wir zu? Die liberale Demokratie steckt in der Krise, nach einer langen Phase der Demokratisierung sind wir wieder in einer Welt der Macht angelangt, bedingt vor allem durch autoritäre Bewegungen, technologischen Wandel, Neoliberalismus und Identitätspolitik. Mit seinen Gedanken zur Lage der Welt zeigt Francis Fukuyama, warum das freiheitliche Denken für die westlichen Gesellschaften im 21. Jahrhundert alternativlos ist. Vor allem aber macht er deutlich, warum wir für die Freiheit kämpfen müssen, wollen wir ihr Überleben sichern und das Risiko einer autoritären Weltordnung eindämmen. Ein inspirierend persönliches Buch mit politischer Weitsicht, von einem der einflussreichsten Denker unserer Zeit.

In seinem neuen Buch unternimmt Bestsellerautor Walter Isaacson eine faszinierende Tiefenbohrung in die Entstehung eines der revolutionärsten Sätze der amerikanischen Geschichte: »Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet wurden, wozu Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören. « Im Sommer 1776 von Thomas Jefferson formuliert und dann von Benjamin Franklin und John Adams überarbeitet, bildet dieser Kernsatz der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung das Fundament der jungen amerikanischen Republik.
Wort für Wort legt Isaacson die Genialität dieses Satzes frei und beleuchtet die damals radikalen Ideen, die ihm zugrunde liegen. Brillant erklärt er, wie dieser Satz entworfen wurde und wie er über die nächsten Jahrhunderte Einheit, Gleichheit und das fortdauernde Versprechen Amerikas inspirierte. Anlässlich des 250. Jahrestages der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zeigt einer der profiliertesten Kenner der amerikanischen Geschichte, welche Kraft noch immer in diesen Worten und Werten liegen. Und er macht deutlich, warum sie gerade jetzt unverzichtbar sind.

















