Das siebte und mal so ü berhaupt nicht verflixte Album von MONTREAL ging genau so einfach und locker von der Hand, wie es klingt - ein verbotener Autorentraum: In einem gemeinsamen Kurzurlaub entstehen die ersten sieben der insgesamt zwö lf Lieder, der Rest schreibt sich kurz darauf im Proberaum quasi von selbst. Darf man eigentlich keinem erzä hlen. Vielleicht kam dieses Album aber auch nur so einfach und problemlos daher, weil es buchstä blich um Haaresbreite nicht mehr zustande gekommen wä re: An einem sonnigen, aber stü rmischen Tag im November 2018 sitzen Yonas (Gitarre/Gesang) und Hirsch (Bass/Gesang) in einem Straß encafé in Amsterdam, als plö tzlich ein wuchtiger Terracotta Blumenkü bel durch den Wind vom Fensterbrett im dritten Stock gerissen wird und durch die Markise direkt auf den Platz neben Hirsch schmettert. "Ein kleines Stü ck nach links und dieser Kü bel hä tte meinen Bruder zum Alleinerben gemacht". Im Titelsong zum Album wird diese beinahe finale Geschichte der Band grü ndlich aufgearbeitet und halb demü tig halb triumphierend festgestellt: "Die letzte Runde, sie geht sicher irgendwann an dich, die gute Nachricht lautet aber: Hier und heute nicht!"
Trackliste
1.01: Dreieck und Auge
1.02: Schlechter bester Freund
1.03: Stockholm Syndrom
1.04: Hier und heute nicht
1.05: Malaria und Heimweh
1.06: Schon wieder zweiter Februar
1.07: Keine weiteren Fragen
1.08: Der Eine und der Andere
1.09: Was wir wollten
1.10: Ein Segen
1.11: Vor das Kreuz
1.12: 15 Jahre für die Punchline