Langsamer Auftakt mit klarer Gut-Böse-Dynamik
Ich habe mich endlich dazu durchgerungen, mit Das Rad der Zeit eine der wohl bekanntesten Fantasyreihen anzufangen. Leider waren gerade die ersten 300 Seiten für mich sehr langsam und teilweise wirklich langatmig. Das Buch braucht sehr lange, bis die Geschichte richtig ins Rollen kommt.Auch mit den Charakteren hatte ich teilweise meine Probleme. Sie werden zwar langsam aufgebaut, aber nicht alle fand ich wirklich interessant. Einige bleiben sehr starr in ihren Mustern und entwickeln sich für meinen Geschmack zu wenig. Außerdem hatte ich immer wieder das Gefühl, dass der Autor davor zurückschreckt, wirklich wichtige Charaktere sterben zu lassen.Generell wirkte das Buch auf mich eher wie ein Jugendroman und weniger wie Fantasy für Erwachsene. Die Gewalt hält sich sehr in Grenzen und auch bei Gut und Böse gibt es wenig Grauzonen. Das Böse ist eben böse und das Gute steht auf der anderen Seite. Gerade hier hätte ich mir etwas mehr Vielschichtigkeit gewünscht.Trotzdem ist es insgesamt eine nette Geschichte und ich bin durchaus gespannt, wie es weitergeht. Das Ende war für mich zwar relativ erwartbar, macht aber trotzdem neugierig auf die nächsten Bände.Der erste Band war für mich allerdings eine kleine Hürde. Gerade bei einem so dicken Buch fallen die langatmigen und stellenweise langweiligen Passagen umso mehr auf. Ich hoffe deshalb, dass die Reihe in den nächsten Bänden noch etwas an Fahrt aufnimmt.