Klug konstruiert und spannend von der ersten bis zur letzten Seite
Da mich Thriller aus der Feder von Andreas Gruber immer überzeugen konnten, griff ich zu "Herzgrab", erschienen bei Goldmann. Dieses Buch ist eine Neuauflage eines 2013 veröffentlichten Buches des Autors, doch ich bin sehr froh, dass Goldmann diese Neuauflage in neuem Gewand nochmals auf den Markt brachte, denn diese Reihe ist bis dato komplett an mir vorbeigegangen. Andreas Gruber hat in diesem Thriller wieder alle Zutaten perfekt gemixt: eine runde, durch und durch spannende Storyline, Charaktere mit Ecken und Kanten und ein fantastisches Setting. Der Fall war clever konstruiert und wies zu keinem Zeitpunkt Längen im Storytelling auf, und so folgte ich Elena, Peter und Dino atemlos durch die Toskana, auf der Spur einer Vermissten und eines exzentrischen Malers. Der Weg dorthin war spannend, und es gab einige blutige Morde, die, wie vom Autor gewohnt, detailliert geschildert werden. Die Mafia-Vibes geben dem Ganzen dann noch zusätzliche Spannung. So schaffte es der Autor, den Spannungsbogen kontinuierlich ansteigen zu lassen. Mit der Konstellation zwischen Elena, Peter und dessen Partner Dino garnierte der Autor seinen spannenden Plot noch mit einer interessanten Sidestory, die viel Wortwitz und Neckereien enthält. Dabei schuf er Charaktere mit Ecken und Kanten, die auch einmal Fehler machen. Keiner ist perfekt, doch das macht sie nur interessanter. Somit ist "Herzgrab" ein flüssig erzählter, spannender und vor allem authentischer Thriller, den ich jedem mit 4,5 von 5 Sternen nur weiterempfehlen kann.