Nachdem mir der erste Band bereits gut gefallen hat, war ich natürlich gespannt, wie es mit Celaena weitergeht. Und auch wenn mir Kriegerin im Schatten insgesamt gefallen hat, muss ich sagen, dass man merkt, dass die Reihe noch dabei ist, sich zu entfalten.Das Buch hat viele spannende Momente und vor allem die Charaktere entwickeln sich weiter. Celaena zeigt immer mehr Facetten, und je mehr man über sie erfährt, desto interessanter wird sie. Auch die Beziehungen zwischen den Figuren werden komplexer und man merkt, dass Sarah J. Maas bereits viele Fäden auslegt, die später noch wichtig werden könnten.Trotzdem hatte ich stellenweise das Gefühl, dass die Handlung etwas langsam voranschreitet. Es passiert durchaus einiges, aber im Vergleich zu den Fantasybüchern, die heute erscheinen, wirkt manches noch etwas ruhiger und weniger spektakulär. Das hat mich zwar nicht gestört, aber dadurch war es für mich kein absolutes Highlight.Was mir allerdings sehr gut gefallen hat, ist die Atmosphäre. Man spürt, dass sich die Welt immer weiter öffnet und dass hinter allem noch viel mehr steckt, als man bisher erfährt. Genau das macht neugierig auf die Fortsetzung. Und dann dieses Ende! Der Cliffhanger hat definitiv dafür gesorgt, dass ich sofort weiterlesen möchte.Ich habe vor Beginn der Reihe schon unglaublich oft gehört, dass viele Leserinnen und Leser besonders den dritten Band lieben und die Geschichte dort erst richtig Fahrt aufnimmt. Nach diesem Ende kann ich absolut verstehen, warum. Für mich war Kriegerin im Schatten ein guter zweiter Teil, der wichtige Grundlagen legt und Lust auf mehr macht.Kein neues Lieblingsbuch, aber ein spannender Schritt in einer Reihe, von der ich das Gefühl habe, dass das Beste noch kommt. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf Band 3.