Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau gefunden. Während Walter Pulaski gemeinsam mit der Mutter des Opfers einer Spur folgt, die ihn über Prag und Passau bis nach Wien führt, übernimmt dort Anwältin Evelyn Meyers einen Fall, der schon bald gefährliche Parallelen erkennen lässt.Was soll ich sagen? Andreas Gruber kann es einfach. Auch "Racheherbst" war wieder so was von grandios geschrieben und hat mich von Anfang bis Ende komplett gepackt.Der Spannungsbogen bleibt konstant oben, es gibt kaum eine Verschnaufpause und beim Finale hatte ich dann beinahe Schnappatmung. ¿ Gruber schafft es wirklich jedes Mal, dass ich seine nun wirklich nicht dünnen Thriller durchballere, als gäbe es kein schöner Morgen. Und das Beste daran: Ich langweile mich dabei keine einzige Sekunde.Was ich bei seinen Büchern immer wieder hervorheben muss, ist die Konstruktion der Geschichte. Da werden Figuren eingeführt, Spuren gelegt, verschiedene Handlungsstränge aufgebaut und am Ende läuft wirklich jeder einzelne Faden zusammen. Nichts wirkt vergessen oder einfach irgendwo fallen gelassen. Genau das liebe ich bei einem Thriller.Spannend, clever konstruiert, temporeich und mit einem Finale, das noch einmal ordentlich einen draufsetzt.Herrlich. Genau SO muss ein Thriller sein.¿¿¿¿¿ 5/5 Sterne