Ich habe Die Farben der Magie gelesen, nachdem ich die Verfilmung gesehen hatte und wissen wollte, wie Terry Pratchett diese Welt ursprünglich im Buch umgesetzt hat. Schnell wurde klar: Das hier ist keine klassische Fantasygeschichte - und genau darin liegt der Reiz.Im Mittelpunkt stehen der eher unfreiwillige Zauberer Rincewind und der neugierige Tourist Zweiblum, die gemeinsam über die Scheibenwelt reisen und dabei von einer ungewöhnlichen Situation in die nächste geraten. Die Handlung wirkt weniger wie ein durchgehender Abenteuerplot und mehr wie eine Reihe miteinander verbundener Episoden, durch die man die Welt Schritt für Schritt kennenlernt.Besonders auffällig ist der Humor. Die Welt selbst ist eigentlich gefährlich und komplex aufgebaut, doch die Figuren reagieren oft ganz anders, als man es von typischen Helden erwarten würde. Dadurch entstehen viele komische Situationen, ohne dass die Welt lächerlich wirkt. Im Gegenteil - gerade weil sie ernst bleibt, funktioniert der Humor.Die Sprache ist gut verständlich und das Buch lässt sich schnell lesen, auch wenn man sich zunächst auf den besonderen Ton einlassen muss. Wer eine klassische Heldenreise mit großer Charakterentwicklung erwartet, könnte überrascht sein, denn hier steht eher das Erkunden der Welt als die Veränderung der Figuren im Vordergrund.Fazit:<br data-start="1605" data-end="1608" style="box-sizing: border-box; border: 0px solid rgba(255, 255, 255, 0.05); margin: 0px; padding: 0px;">Ein unterhaltsamer Fantasyroman, der mit Genreklischees spielt, statt ihnen zu folgen. Besonders geeignet für Leser, die Fantasy mögen, aber auch Spaß an ironischen oder ungewöhnlichen Geschichten haben - unabhängig vom Alter.Einen ausführlichen Analyse-Artikel aus Autorenperspektive zu Die Magie der Farben habe ich hier veröffentlicht:https://open.substack.com/pub/andreaswoelfel/p/was-ich-als-fantasy-autor-aus-die?r=476xu4&utm_campaign=post&utm_medium=web&showWelcomeOnShare=true