Viktoria riecht Zimtschneckengeruch ... und schwubbs ist sie weg in einer Parallelwelt. Gleiche Leute, gleiche Zeit, gleiche Eltern, aber doch alles irgendwie anders. Sie tauscht quasi die "Seele" mit ihrem eigenen Ich, das dort lebt und dort einfach ein paar andere Entscheidungen getroffen hat oder ein etwas anderes Leben führt. Statt wie Viktory mit Pauline befreundet zu sein, ist sie es in der Parallelwelt mit ihrer "Feindin" Claire. Statt bei ihrer Mutter zu wohnen, lebt sie mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter und Stieftochter zusammen, statt Schwimmkurs steht rhythmische Gymnastik und statt Französisch, Latein auf dem Stundenplan. Aber ganz verwirrend sind in beiden Welten die Gefühle zu den Jungs, zwischen denen sie sich in beiden Welten entscheiden muss. Soll es lieber David, der gutaussehende Computerfreak sein oder doch lieber Konstantin, auf den so ziemlich jedes Mädel auf der Schule steht.Ehrlich ... ich war mitten im Buch geneigt, eben solches abzubrechen. Es ist zwar sehr locker geschrieben, aber es ist zu arg - wie soll ich sagen -- "Teeniekram". Liegt wohl an meinem Alter, denn ich bin über diese Zeit "wer schwärmt für wen?" "auf welche Party gehen wir heute und was ziehen wir dazu an" oder "ich muss noch für die Schule lernen" weit hinaus. Das einzige, was mich wirklich gehalten hat, das Buch bis zum Ende durchzulesen war diese Zimtschnecken-Geschichte, also der Wechsel in die Parallelwelt - aber ehrlich: Da hätte man deutlich mehr rausholen können - denn das Thema ist wirklich interessant, denn es heißt:Stell dir vor, du könntest jemand ganz anders sein? Du siehst zwar genauso aus, hast die gleichen Eltern, etc. aber trotzdem bist du anders, weil deine Entscheidungen anders wären. Wer wärst du dann? Wie wärst du dann? Und welche Konsequenz hätte das für dich und dein Leben? Gut - darüber kann ich ja dann auch ohne Buch meditieren. Ich werde definitiv keine Fortsetzung dieser Reihe lesen.