Emotionale Idee mit starken Gegensätzen, aber leicht verwirrendem Ende und nicht ganz greifbaren Momenten.
"Am Ende sterben wir sowieso" von Adam Silvera ist ein Buch, das mit einer starken und gleichzeitig bedrückenden Grundidee spielt: Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass heute dein letzter Tag ist?Der Einstieg fiel mir ehrlich gesagt etwas schwer, weil ich die beiden Protagonisten am Anfang nicht richtig auseinanderhalten konnte. Das hat mich kurz rausgebracht, aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr habe ich beide ins Herz geschlossen und konnte sie auch klar voneinander unterscheiden.Besonders gut gefallen hat mir die Dynamik zwischen den beiden. Der eine eher ängstlich und zurückhaltend, der andere impulsiver und mutiger - diese Gegensätze haben einfach richtig gut funktioniert. Sie haben sich ergänzt und genau das hat die Geschichte für mich getragen.Die Grundidee mit dem "Death-Cast" hat mich definitiv überzeugt. Es ist mal etwas anderes und regt auch zum Nachdenken an. Gleichzeitig war die Stimmung durchgehend eher bedrückend, was natürlich total zur Story passt, aber es hat das Lesen auch etwas schwer gemacht.Emotional konnte mich das Buch auf jeden Fall erreichen. Es gab mehrere Momente, die berührt haben, auch wenn ich sie jetzt nicht konkret benennen möchte.Das Tempo fand ich gut - man begleitet die beiden ja wirklich durch ihren letzten Tag, was ich sehr gelungen fand.Was mich allerdings etwas irritiert hat, war das Ende. Besonders das, was kurz davor passiert, konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Dadurch wirkte der Abschluss für mich ein bisschen abrupt - gerade im Hörbuch war es fast schon zu plötzlich vorbei.Insgesamt ist es ein besonderes Buch mit einer starken Idee und schönen Momenten, aber auch mit kleinen Schwächen in der Umsetzung.Ich würde es weiterempfehlen - aber nicht unbedingt jedem.