Nordische Mythologie und isländische Kulisse in einem Jugendbuch - großartig!
Island. Weite Landschaften, karge Hügel, tosende Wasserfälle. Ein Baum, einst von wahrer Schönheit, stirbt. Und dann kommt die Rettung.Mittelpunkt der Geschichte ist die junge Schülerin Faye. Ihre Mutter spielt eine Schlüsselrolle, ist jedoch eher abseits der Handlungen. Faye ist ein Charakter, den man schnell mag. Sie wird von ihrer Mutter zu einer Reise mitgenommen, weil sie zu Hause Ärger mit der Polizei bekommen hat. Auf Island fühlt sie sich erst recht einsam, findet aber schnell Freunde. Im Laufe ihres Urlaubes geschehen wundersame Dinge. Die Pflanzenwelt und das Licht reagiert auf ihre Gedanken, Tiere suchen eine ganz besondere Nähe zu ihr und ein kleiner Riese und Elfen werden für sie sichtbar. Begleitet wird Faye von Aron, der im absoluten Kontrast zu ihr steht. Düster, eher jähzornig und unvorhersehbar. Die Beziehung zwischen den Beiden ist zwar nicht immer einfach, aber definitiv unterhaltsam. Lediglich durch die Covergestaltung und den Titel wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Den Klapptext habe ich mir vorher nicht durchgelesen. Ich hatte also absolut keine Ahnung, was mich erwarten wird.Insgesamt bin ich absolut positiv überrascht. Die Beschreibungen der Landschaft sind großartig und es steckt unglaublich viel Gefühl zwischen den Seiten. Die Geschichte ist einfach geschrieben, man kommt gut rein und kann auch nach einigen Lesepausen immer wieder direkt in das Geschehen einsteigen. Manchmal war mir persönlich die Geschichte etwas zu "schnell" bzw. zu "einfach", das hat meine Patentochter (12) jedoch nicht so gesehen. Sie hat das Buch verschlungen und war absolut begeistert. Dieses Buch bietet sich absolut zum träumen an.