Als die junge Irin Molly Murphy den Sohn des englischen Gutsbesitzers bei einem Vergewaltigungsversuch versehentlich tötet, muss sie fliehen, denn sie ist sich sicher, dass ihr niemand glauben wird. Obwohl sie kaum Geld hat, kann sie durch glückliche Umstände ein Auswandererschiff mit Ziel New York besteigen. Doch schon bei der Ankunft auf Ellis Island geschieht ein Mord - und Molly gehört zu den Verdächtigen. Sie ist überzeugt, selbst ihre Unschuld beweisen zu müssen.
Rhys Bowen siedelt ihre historische Cosy-Crime-Reihe am beginnenden 20. Jahrhundert an. Dabei nutzt sie den Großbritannien-Irland-Konflikt als Aufhänger, der zur Flucht der Protagonistin in die USA führt. Noch auf der Einwanderer-Insel Ellis Island kommt es jedoch zum Mord an einem Mitreisenden, wobei Molly fälschlicherweise in Verdacht gerät. Da sie den Behörden nicht traut, versucht sie selbst, ihre Unschuld zu beweisen. Der beste Beweis wäre es natürlich, den wahren Täter zu überführen. Schon als sie den ermittelnden Polizisten attraktiv findet, ahnt der geübte Cosy-Crime-Leser natürlich, dass sich in dieser Hinsicht etwas anbahnt, dass eventuell auch für kommende Bände von Bedeutung sein könnte. Allerdings muss erwähnt werden, dass dieser Auftaktband eher den Charakter eines Auswanderer-Dramas aufweist. Ein typisches Cosy-Crime-Feeling kommt hier (noch) nicht auf. Dafür bietet das Buch ein glaubwürdiges Zeitkolorit.
Die Autorin überlässt es ihrer Titelheldin Molly Murphy, ihre Erlebnisse selbst zu erzählen.
Fazit:
Dieser Auftaktband einer historischen Cosy-Crime-Reihe erzählt eher die Vorgeschichte, die die Grundlage der späteren Story-Reihe bildet.