Ein fesselndes Wiedersehen in der Welt der Tiersandler
Wer dachte, dass nach der ersten Animox-Reihe schon alles erzählt sei, wird von Aimée Carter in "Die Beute des Fuchses" eines Besseren belehrt. Der Auftakt der Fortsetzung wirft uns direkt wieder hinein in das gefährliche Geflecht aus Tierkönigreichen und Wandler-Fähigkeiten. Simon Thorn steht vor einer neuen, düsteren Bedrohung, die das mühsam erkämpfte Gleichgewicht zwischen den Imperien erneut ins Wanken bringt. Besonders packend finde ich, wie die Autorin die Entwicklung der Charaktere vorantreibt. Simon ist kein verunsicherter Anfänger mehr, doch die neuen Herausforderungen verlangen ihm alles ab, besonders als ein mysteriöser Feind auftaucht, der es gezielt auf die Erben abgesehen hat. Die Atmosphäre ist von der ersten Seite an dicht und voller Spannung, wobei die Verwandlungsszenen gewohnt detailreich und lebendig beschrieben werden. Man spürt förmlich das Adrenalin, wenn die Grenzen zwischen Mensch und Tier verschwimmen und strategische Allianzen plötzlich zur Überlebensfrage werden. Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle, die Fantasy mit einer starken Prise Abenteuer und tiefgründigen Freundschaften lieben. Es ist ein rasanter Page-Turner, der die Messlatte für die kommenden Bände extrem hoch legt.