Vielschichtige Figuren, Spannung und Einblicke in Kanadas gesellschaftliche Realität. Ruhig, packend, tiefgründig.
Seit einiger Zeit verschwinden junge indigene Frauen entlang des sogenannten " Highway of Tears" in Kanada, doch lange scheint sich niemand wirklich dafür zu interessieren. Erst der grausame Mord an der fünfzehnjährigen Jeanette Maskisin sorgt für Schlagzeilen und bringt die Ermittlungen endlich ins Rollen. Die Ermittler Ted Garner und Sergeant Jean-Baptiste LeRoux sollen schnellstmöglich die Hintergründe aufdecken. Dabei stoßen sie nicht nur auf ein tödliches Geheimnis, sondern auch auf tiefsitzende gesellschaftliche Spannungen."Frostmond - Der erste Fall für Ted Garner" war mein erstes Buch der Autorin, und ich war von dem Kriminalroman sofort begeistert!Ihr ruhiger, präziser und nuancierter Schreibstil zieht einen direkt in die Geschichte. Der Krimi fesselt mit einem clever aufgebauten Spannungsbogen, vielschichtigen Hauptfiguren voller Ecken und Kanten und authentischen Nebencharakteren, die das Umfeld lebendig machen.Besonders beeindruckt hat mich, wie der Roman krimi-typische Spannung mit gesellschaftlicher Realität verknüpft: Er beleuchtet die Lebenswelt indigener Gemeinschaften, institutionelles Desinteresse und kulturelle Barrieren auf eindrückliche Weise. Das Ermittlerduo polarisiert (und gewinnt definitiv nicht den Sympathiepreis), aber macht die Story umso packender, sodass man regelrecht durch die Seiten fliegt!Meine ausführliche Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://www.buchleserin.de/2026/01/05/frostmond/