Eine schöne, emotionale Romance für zwischendurch. Kein absolutes Highlight, aber definitiv lesenswert.
Meinung zu "Meet Me in Maple Creek" von Alexandra FlintEine Kleinstadt, ein Familiengeheimnis und eine Liebe, die alles komplizierter macht. ¿Worum geht es?Mira führt ein beschauliches Leben in der amerikanischen Kleinstadt Maple Creek. Doch plötzlich steht ein junger Mann vor ihr, von dessen Existenz sie bislang nichts wusste: ihr Zwillingsbruder Lilac.Er kommt aus New York und bringt seinen besten Freund Joshka mit. Dieser ist verschlossen, geheimnisvoll und trägt nicht nur äußerlich die Spuren einer schwierigen Vergangenheit.Obwohl Mira spürt, dass Joshka in eine gefährliche Welt verstrickt ist, fühlt sie sich zunehmend zu ihm hingezogen. Auch Joshka kann sich ihrer Anziehung nicht entziehen.Doch seine Vergangenheit lässt sich nicht einfach abschütteln. Während Mira versucht, ihren Bruder kennenzulernen und die Geheimnisse ihrer Familie zu verstehen, droht Joshkas früheres Leben die neu entstandenen Beziehungen zu zerstören.Meine Meinung ¿¿Alexandra Flint hat mit "Meet Me in Maple Creek" einen unterhaltsamen New-Adult-Roman geschrieben, der deutlich mehr zu bieten hat als eine gewöhnliche Kleinstadtromanze.Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre von Maple Creek. Die kleine Stadt mit ihren vertrauten Strukturen vermittelt zunächst ein Gefühl von Geborgenheit. Umso stärker wirkt der Kontrast zu Joshkas Vergangenheit in der New Yorker Untergrundszene.Auch Mira ist eine sympathische Protagonistin. Sie muss innerhalb kürzester Zeit akzeptieren, dass ihre bisherige Familiengeschichte nicht der Wahrheit entspricht. Gleichzeitig entwickelt sie Gefühle für einen Mann, von dem sie weiß, dass er Probleme mitbringt.Joshka wiederum ist der klassische geheimnisvolle Bad Boy. Verschlossen, misstrauisch und emotional schwer zugänglich. Seine Vergangenheit macht ihn interessant, auch wenn ich mir gelegentlich etwas mehr Differenzierung gewünscht hätte.Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt eine schöne Dynamik. Besonders die Mischung aus vorsichtiger Annäherung, gegenseitigem Misstrauen und wachsender Vertrautheit funktioniert gut.Was ich ebenfalls mochte, ist die Verbindung zwischen Liebesgeschichte und Familiengeheimnis. Dadurch bekommt die Handlung zusätzliche Spannung, und es geht nicht ausschließlich darum, ob Mira und Joshka zueinanderfinden.Warum trotzdem nur eine B-Bewertung?So unterhaltsam die Geschichte ist, ganz überzeugen konnte sie mich nicht.Einige Entwicklungen wirken etwas konstruiert, und gerade die dramatischen Elemente rund um Joshkas Vergangenheit sind stellenweise sehr stark auf Spannung ausgelegt.Auch bedienen die Charaktere teilweise bekannte New-Adult-Muster. Der gefährliche, emotional verschlossene Mann und die junge Frau, die hinter seine Fassade blickt, sind schließlich keine neue Kombination.An manchen Stellen hätte ich mir deshalb mehr psychologische Tiefe und weniger genretypische Dramatik gewünscht.Alexandra Flint schreibt allerdings angenehm flüssig. Die Geschichte lässt sich leicht lesen, die Dialoge funktionieren, und die Mischung aus Romantik, Geheimnissen und Spannung sorgt dafür, dass man wissen möchte, wie alles zusammenhängt.Mein Fazit"Meet Me in Maple Creek" ist ein gelungener Auftakt einer New-Adult-Dilogie, der durch seine sympathische Protagonistin, das atmosphärische Kleinstadtsetting und die Verbindung aus Romantik und Spannung überzeugt.Nicht alles ist überraschend, manche Konflikte wirken etwas überdramatisiert, und die Figuren hätten stellenweise mehr Tiefe vertragen können.Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten.Wer gefühlvolle Kleinstadtromanzen mit geheimnisvollen Männern, familiären Verwicklungen und einer ordentlichen Portion Drama liebt, dürfte hier auf seine Kosten kommen.Eine schöne, emotionale Romance für zwischendurch. Kein absolutes Highlight, aber definitiv lesenswert.¿Bewertung: ¿¿¿¿¿ | B