Durch Zufall beim Stöbern in meine Hände gelangt. Vielleicht war auch ein wenig Magie dabei.
"...Die einzige Währung, die wir im Leben haben, ist, wie wir auf die Menschen um uns herum einwirken ..." (Tom Felton)Wer kennt sie nicht, die Bücher um Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger, aber ja, auch Draco Malfoy hat nicht eine ganz untergeordnete Rolle in diesem Spektakel gespielt. Auch an mir sind die Filme, viel später dann auch die Bücher nicht vorbeigegangen. Ich kann mich noch gut an den Hype damals erinnern, als die Bücher und die Filme rauskamen. Ich hielt mich damals ja schon für zu erwachsen um die Bücher zu lesen, und die ersten Filme sah ich mir auch noch an und fand sie gut. Aber wie das Leben so manchmal spielt, nahm ich die Bücher erst viel später in die Hand. Also war ich oder bin ich ganz sicher kein Fan der ersten Stunde, aber lieber spät als nie.Ich war begeistert von der Tiefe der Bücher, mir wurde klar, dass waren nicht nur Kinderbücher, sie haben jeden etwas zu bieten, man muss nur hinschauen bzw. lesen. Von da an war ich auch ein Potterhead, zwar kein lauter Potterhead, da ich niemanden hinterherlaufe um Autogramme zu ergattern, auch stalke ich nur im erlaubten Rahmen, will heißen, ich bekomme nur das mit, was die Künstler auch teilen.Nun schaute ich mir auch die Filme bis zum düsteren Finale an. Und ich war tatsächlich, doch Recht angetan vom Bösewicht der Geschichte, nein ich rede nicht von Voldemort. Dieser besaß wie wir alle ja nun wissen kein Funken mehr an Menschlichkeit in sich, aber der kleine verlorene Junge, der zu einem stolzen jungen Mann heranwuchs, begeisterte mich auf der Leinwand, ich glaube sogar mehr als in den Büchern. Also ein großes Lob an Tom Felton für seine schauspielerischen Leistung, auch wenn er sie nur allzu gerne unter den Scheffel stellt. Ich fragte mich schon beim ersten schauen der Filme, wie so ein kleiner Junge so verschlagen lächeln kann und dies auch in den späteren Filmen noch perfektionierte.Nun all dies und noch so einiges Mehr erzählt Mister Tom Felton auf eindrückliche, sympathische und sehr einfühlsame Weise, aber auch mit einer Prise seines vermutlich "very sense of britisch humor" (ihr dürft amüsiert lächeln) in diesem, seinem Buch. (Und ich finde er ist dem deutschen Pendant gar nicht so unähnlich. Bei uns war es nicht der Milchmann, sondern immer der Postbote).Nun fiel es mir wie eingangs schon erwähnt mehr oder weniger zufällig in die Hände. Warum? Ich suchte die illustrierte Ausgabe von "Harry Potter und der Feuerkelch". Und als ich nun so suchte, fiel mir eine Ausgabe über eine Biographie über den Jungen/Mann, der zwar nicht unter der Treppe in einem Schrank lebte, aber mich mit seiner Präsenz, auch wenn sie immer noch so kurz auf der Leinwand war, begeisterte. Okay, das war eindeutig an mir vorbei gegangen. Tom Felton hat eine Autobiographie über sich und sein mehr oder weniger magisches Leben verfasst. Erst dachte ich so, okay wie so viele andere vor ihm. Aber neugierig wie ich bin, bestellte ich dieses Buch für mich mit und so lag es nun Weihnachten 2025 für mich unter den Baum. Also nicht allzu magisch, oder?"... Es ist leicht, sich in der Sonne zu aalen, und schwerer, den Regen zu genießen, aber zum Leben gehört beides dazu. Das Wetter ändert sich ständig, und alle Gefühlslagen ob glücklich oder traurig, verdienen dieselbe Aufmerksamkeit ..." (Tom Felton)Das Buch oder vielmehr der Autor selbst überraschte mich mit seiner Art mit Worten umzugehen, aber auch mit seiner unerschütterlichen Ehrlichkeit. Es hat mir Freude bereitet, in sein privates Leben einzutauchen und ein bisschen dem Voyeurismus eines Fans nachzugehen, in diesem Fall erlaubt, da Mister Felton es ja bereitwillig teilt. Es hat mich außerordentlich gut unterhalten. Darf man, dass so schreiben?!? Dass ich mich an dem Leben eines anderen Menschen ergötze, nur weil er eine "Person des öffentlichen Lebens" ist? Sein Leben war ja nun salopp gesagt nicht immer voller bunten Konfettis, aber dennoch voller Herzlichkeit und Brüderlichkeit, sowie geprägt von Freundschaft und Liebe zu den Menschen, die ihm im Laufe seines doch noch recht jungen Lebens, begegneten. Also ja es hat mich unterhalten, aber auf eine ganz tiefe und berührende Weise. Vor allem der letzte Teil, wie immer der dunkelste Part, hat mich ergriffen und mitgenommen. Ich habe also mehr bekommen, als ich erwartete und dafür sage ich Danke. Danke, dass ich stalken durfte und einen Einblick in das Leben eines mir völlig fremden Menschen erhalten habe. Irrtümlich nimmt man immer an, jemand zu kennen, wenn man ihn auf der Leinwand gesehen hat und Tom Felton hat dies auch persönlich oft zu spüren bekommen. So war er doch der Junge, der Harry, Ron und v.a. Hermine abgrundtief hasste. Er war in den Augen des Publikums nicht Tom Felton der Schauspieler, sondern Draco Malfoy, der "winzige" Fiesling. Fans können böse und ungerecht sein, gerade denjenigen Gegenüber die böse und fies in ihren Rollen sind.Danke für diese kleine, warme und liebgewonnene lodernde Flamme die immer zurück bleibt, wenn ich ein gutes Buch zu Ende gelesen habe und in diesem Fall war es keine erfundene Geschichte, die zwar immer in vielerlei Hinsicht auf Erfahrung der Autoren basieren, sondern dass pure nackte Leben eines Menschen, der genau wie du und ich seinen Platz im Leben sucht und auch hoffentlich findet bzw. gefunden hat. "... Wir waren so offen, dass wir uns am Ende fast mehr umeinander kümmerten als um uns selbst, und das ist der Schlüssel zur mentalen Gesundheit ..." (Tom Felton)Menschlichkeit lässt sich nicht kaufen und ebenso wenig bezahlen ... In diesem Sinn bin ich froh, dass Mr. Tom Felton seine persönlichen drei heiligen Könige getroffen hat und sie ihm ein Stück weit gezeigt haben, was Menschlichkeit und wahrer Reichtum bedeuten.