Eine außergewöhnliche Geschichte, die mich leider nicht ganz abholen konnte.¿¿
Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, weil ich schon viel über T. J. Klunes Geschichten gehört habe. Die Idee rund um Victor und seinen Roboter Theodore fand ich von Anfang an interessant und ich mochte besonders die ungewöhnliche Mischung aus Roadtrip, Science-Fiction und einer sehr emotionalen Familiengeschichte.Besonders die Beziehung zwischen Victor und Theodore hat mir gut gefallen.¿ Die beiden haben eine ganz besondere Verbindung und ich fand es schön zu beobachten, wie sich daraus nach und nach eine richtige Familie entwickelt. Auch die anderen Charaktere, die sie auf ihrer Reise kennenlernen, haben der Geschichte viele schöne und teilweise sehr emotionale Momente gegeben.¿Leider hatte ich trotzdem einige Schwierigkeiten mit dem Buch.¿ Gerade am Anfang hat sich die Geschichte für mich ziemlich gezogen und ich hatte teilweise das Gefühl, dass nicht wirklich viel passiert. Auch die Reise selbst hätte für mich etwas abwechslungsreicher sein können, da sich manche Abschnitte sehr ähnlich angefühlt haben.Mit dem Schreibstil hatte ich ebenfalls zwischendurch meine Probleme. T. J. Klune schreibt sehr emotional und teilweise poetisch, was grundsätzlich schön ist, mir an manchen Stellen aber etwas zu viel war. Einige Gefühle und Botschaften wurden für meinen Geschmack sehr oft wiederholt, wodurch die Geschichte teilweise etwas langatmig wurde.Trotzdem gab es einige Momente, die mich wirklich berührt haben.¿ Besonders die Themen Familie, Freundschaft, Akzeptanz und die Frage, was einen Menschen eigentlich zu einem Menschen macht, fand ich sehr schön umgesetzt. Gerade Theodore und seine Entwicklung haben mir gezeigt, wie viel Herz eigentlich in dieser Geschichte steckt.¿Insgesamt also ein Buch mit einer wunderschönen Botschaft und tollen Charakteren, das mich emotional aber leider nicht so stark erreichen konnte, wie ich es erwartet hatte.¿ Die Geschichte hatte für mich einige Längen und hätte meiner Meinung nach etwas kürzer und pointierter sein können. Trotzdem denke ich, dass sie besonders für Leser*innen funktionieren kann, die ruhige, emotionale Geschichten mit viel Herz mögen.¿