Mika Moon ist Anfang dreißig, Single ¿ und eine Hexe. Man erkennt es auf ihrem YouTube-Kanal über Hexerei zwar nicht, aber ihre magischen Fä
Glaubt mir, ich konnte dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen! Vom ersten Moment an war ich mittendrin in der Geschichte und wollte nicht mehr aufhören zu lesen.Das Setting ist unglaublich herzerwärmend und hat mich beim Lesen ständig zum Lächeln gebracht. Es fühlte sich an, als wäre ich tatsächlich ein Teil dieser Welt und als würde ich endlich mein Zuhause finden. Die Atmosphäre war so einladend und gemütlich, dass ich mich sofort mit der Geschichte verbunden gefühlt habe. Besonders dieses Gefühl von Zuhause ankommen war für mich greifbar und so authentisch dargestellt - einfach wunderschön.Die Magie des Buches war förmlich in jeder Zeile spürbar. Es war nicht nur die magische Welt, sondern auch die Magie der Geschichten und Verbindungen, die die Autorin so meisterhaft in ihre Worte gewoben hat.Mika ist eine so wunderbare Protagonistin. Schon zu Beginn spürte ich eine starke Verbindung zu ihr. Ihre Geschichte ist ein wenig traurig, und man merkt, wie sehr sie von ihrer Vergangenheit geprägt ist. Gerade deswegen war es so schön zu sehen, wie sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt und sich aus festgefahrenen Strukturen befreit. Für mich ist das der zentrale Punkt der Geschichte: Veränderungen sind möglich, auch wenn sie schwer sind. Und Mika ist wirklich eine Figur, die man nur lieben kann.Auch die Nebencharaktere sind einfach zum Knuddeln. Glaubt mir, es wird euch schwerfallen, euch nicht in dieses Buch zu verlieben. Ihre Persönlichkeiten sind so herzlich und voller Leben, dass sie die Geschichte perfekt abrunden.Der kleine Plottwist ist vielleicht etwas vorhersehbar oder zumindest in gewisser Weise zu erwarten. Aber ehrlich gesagt, war ich so verzaubert von der Handlung und den Charakteren, dass ich das gar nicht bemerkt habe. Erst am Ende, als die Erkenntnis kam, musste ich ein kleines "Oh" von mir geben.Besonders herausragend ist, wie hier der Enemies-to-Lovers-Trope auf eine wundervolle Weise umgesetzt wird. Die Wortgefechte zwischen Mika und Jamie sind einfach genial. Es ist faszinierend, wie ähnlich sie sich sind und gleichzeitig so unglaublich unterschiedlich. Ein Satz aus dem Buch hat mir wirklich sehr zu denken gegeben:"Es reicht nicht immer aus, nach dem Ort zu suchen, an den wir gehören", sagt Jamie, den Blick fest auf das Haus vor ihnen gerichtet. "Manchmal müssen wir uns diesen Ort auch selber schaffen."Dieser Satz hat bei mir einen tiefen Seufzer ausgelöst. Es geht in diesem Buch um so viel mehr als nur Magie.Besonders gelungen fand ich auch, wie hier Traditionen und alte Vorstellungen hinterfragt werden. Nur weil etwas in der Vergangenheit so war, muss es nicht immer so bleiben. Aberglaube, der über Generationen hinweg weitergegeben wird, muss nicht wahr sein - und dieser Gedanke wird in der Geschichte auf sehr schöne und respektvolle Weise thematisiert. Die Art und Weise, wie Veränderung und der Abbau von überholten Denkweisen dargestellt werden, hat mir besonders gut gefallen.