3,5 Sterne - Kein Highlight, aber irgendwas hat das Buch. Stelleinweise aber auch ziemlich eklig ¿
Auf den ersten Blick könnten Rowan und Sloane nicht verschiedener sein, doch wer ihr düsteres Geheimnis kennt, weiß, dass ihr Hobby sie verbindet. Beide sind Killer, doch eher die Robin Hood-Variante eines Serienmörders ;) Sie lernen sich kennen, weil Sloanes Opfer Rowans aktuelles Zielobjekt war - und das bringt Rowan auf eine Idee. Sie spielen ein Spiel. Jahr für Jahr im August treten sie gegeneinander an, wer die Zielperson als erstes tötet, gewinnt.Die Jahre vergehen und bald sind es nicht mehr nur die Morde, die sie miteinander verbinden. Aber können zwei so düstere Seelen wirklich so etwas wie Glück finden?Meine Meinung:Dieses Buch und ich, das war so eine Art Katz-und-Maus-Spiel. Ich habe mit ihm geliebäugelt, seit es erschienen ist. Es immer wieder in der Buchhandlung in die Hand genommen, und dann doch wieder zurückgestellt. Und als ich es nach einem Jahr dann doch gekauft habe, habe ich mich auch noch eine Weile dafür gedrückt, es zu lesen. Ich war mir einfach zu unsicher, ob der Humor oder der Horror überwiegen würde. Und ich habe echt keine allzu starke Nerven, dennoch hat mich die Begeisterung auf Bookstagram einfach fasziniert.Am Ende habe ich das Buch total schnell gelesen. Es ist nicht allzu lang und definitiv kurzweilig. Es wird mit wechselnder Perspektive erzählt, was einem bei dieser Art Figuren wirklich sehr hilft :D Ich muss ja zugegeben, ich bin totaler Rowan-Fan. Er hat zwar seine dunkle Seite und problematische Vergangenheit, aber er hat das Marshmallow-Herz eines Romantikers und damit sogar Bookboyfriend-Vibes. Rowan lernt man gut kennen, seine Brüder, sein Leben, seinen Charakter. Sloane bleibt da immer etwas undurchsichtiger. Vieles über sie wird immer nur angedeutet, wodurch sie eben nicht weniger unheimlich wirkt. Sie hat die verrückte Seele eines Künstlers, ist immer für eine Überraschung gut. Aber warm wurde ich mit ihr nicht. Die Geschichte ist einfach so abgedreht, dass sie nicht vorhersehbar ist und damit immer unterhaltsam bleibt. Die blutigen Szenen sind manchmal ziemlich eklig, aber es passt einfach ins Gesamtbild des Buches und zum Glück werden sie nicht gaaaanz so exakt ausformuliert. Trotzdem hat mir das Buch ein nicht ganz erwünschtes Kopfkino beschert, das sich jetzt immer wieder einschaltet ;DBei all der Faszination und diesem Sog namens "Man kann einfach nicht wegschauen" gab es aber eine entscheidende Sache, die mich nicht überzeugen konnte. Der Erzählstil. Er ist einfach so unfassbar holprig, da es besonders in der ersten Hälfte ständig extreme Zeitsprünge gibt. Und das manchmal nur in einem Nebensatz und zack, sind 3, 6 oder gleich 12 Monate vergangen. Klar, damit wird das Tempo gehalten, aber es machte es mir lange unmöglich, die Figuren wirklich kennenzulernen. In der zweiten Hälfte gibt es weniger Zeitsprünge, wobei man nun aber merkt, dass die Überleitungen etwas linkisch geschrieben wirken. Das ist aus meiner Sicht noch eine Schwachstelle der Autorin.Aber gut, es war immerhin ihr erstes Buch aus der Reihe und vielleicht hat sie sich ja von Buch zu Buch verbessert. Aktuell weiß ich noch nicht, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde. Wir durften als Nebenfiguren schon die Protas der folgenden Bände kennenlernen, die mir alle ziemlich sympathisch waren oder zumindest eine coole Story versprechen. Aber dieser crazy Horror-Thrill-Humor ist schon etwas schräg und nichts, was ich jetzt jeden Tag lesen brauche :DVon mir gibt es für BUTCHER & BLACKBIRD jedenfalls 3,5 Sterne. Die Story ist zwar total drüber, aber dennoch faszinierend. Der deutliche Abzug ist bei mir hauptsächlich dem Schreibstil geschuldet. Mit dem dann eben auch andere Problemchen kommen. Der Spice konnte mich zum Beispiel auch nicht so packen. Und zum Thema Leseempfehlung? Tja, irgendwie sollte sich wohl jeder mal ein Bild davon machen, was Brynne Weaver da so schreibt, sprich: Lest mal rein ;)