Vor langer Zeit haben die Menschen mit den Elfen Frieden geschlossen; allerdings hat der einen Preis: Alle 100 Jahre muss ein Mädchen ausgewählt werden, das mit dem amtierenden König der anderen Seite verheiratet wird. Für den Thron auserkoren zu werden, bedeutet aber auch sein Leben zu geben. Luella dachte immer, sie wäre diesem Schicksal entkommen. Doch dann kommt der Elfenkönig ihretwegen und sie muss ihr Leben hinter sich lassen. Meine Meinung:Als Jugendliche habe ich beinahe nur Fantasy, vor allem aus dem Bereich Jugendliteratur gelesen. Doch dann ließ mein Interesse zu Gunsten von Erotik, Romantasy und anderen Genre nach, die es immer mehr in den Hintergrund drängten. Mittlerweile lese ich kaum noch Fantasybücher, aber ab und zu schafft es ein Titel, mich neugierig zu machen und ich wage es wieder. Bei "Deal with the Elf King" lag das in erster Linie an dem Cover und den unterschiedlichen Meinungen, die ich dazu las. Der Klappentext versprach eine spannende und fantasievolle Geschichte voller Gefahren und Magie und ich war sehr gespannt, wie es mir gefallen würde. Das Cover ist wirklich sehr schön, nicht nur, weil die Gestaltung sehr ansprechend aussieht, sondern es auch super zu der Geschichte passt. Diese selbst konnte mich nur bedingt begeistern und selbst jetzt hardere ich noch ein wenig damit. Sie besaß tolle Ideen, konnte ein paar interessante Wendungen vorweisen, nur leider blieben die Figuren und viele Handlungsstränge zu oberflächlich und es entfaltete nie sein ganzes Potenzial, was ich schade fand.Mit demAnfangmusste ich erst einmal warm werden, da der Leser ziemlich abrupt in die vorhandene Welt geschleudert wurde und es eine Weile dauerte, bis ich mich in ihr zurecht fand. Eine Information jagte die nächste, sodass der Geschichte kaum Raum zum Atmen gelassen wurde. Oft hatte ich das Gefühl, dass ich ein gewisses Vorwissen bräuchte und es wirkte nicht so, als wäre es ein Auftakt, eher wie eine Fortsetzung. Das Tempo wirkte zu gehetzt und ich fühlte mich schon ein wenig erschlagen. Wenn man sich aber erst einmal reingefunden hatte, las es sich durchaus interessant und mir gefiel es, dass Luella sich nichts gefallen ließ und gerade dem Elfenkönig Paroli bot.Die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren war schon ganz süß und ich mochte es, dass es sich langsam zwischen ihnen entwickelte, allerdings fehlte mir eine gewisse Tiefe bzw. Authentizität. Gerne hätte die Zuneigung bei ihnen stärker hervorgehoben werden dürfen. Slow-Burn mag ich sehr gerne, nur hier war es mir doch einen ticken zu slow, zumal auch die Handlungsstränge drum herum meist nur oberflächlich behandelt wurden. Erst zum Ende hin konnte mich die Liebesgeschichte besser unterhalten und es gab dann auch Momente, die ich super fand.Generell schaffte das Buch in den letzten Kapiteln, richtig interessant zu werden und die Wendungen fand ich klasse, sodass ich gerne weiterlesen werde, wenn all meine anderen Reihen es auch erlauben. Davor verzettelte es sich des öfteren und das vorhandene Magiesystem, sowie die vorhandenen Konflikte zwischen den Menschen und Fae wurde kaum behandelt bzw. nur leicht angekratzt. Manches verstand ich nicht wirklich, weil ich eben das Gefühl hatte, ich bräuchte Vorwissen. Zudem lösten sich viele Probleme quasi von selbst und es war kein Weg erkennbar. Aber wie schon erwähnt, hatte es auch etwas und das Ende machte einiges wieder gut.Mit denCharakteren wurde ich nur bedingt warm und mehr Tiefe, sowie eine gewisse Vielschichtigkeit wären wünschenswert gewesen. Insgesamt fand ich sie aber in Ordnung und bis auf die nervige Mutter, sowie den blassen Freund von Luella mochte ich die meisten nach einer gewissen Gewöhnungszeit ganz gerne. Luella ließ sich nichts gefallen und vor allem nicht locker, was ich prima fand. Mit Eldas, dem Elfenkönig, brauchte ich ein wenig länger, aber es war interessant, wie er nach und nach auftaute und andere Seiten von sich zeigte.DerSchreibstilließ sich meist flüssig lesen und war schön bildhaft. Gerade die Welt der Fae konnte ich mir sehr gut vorstellen, nur leider wurden einige Dinge, wie zum Beispiel das Magiesystem nur angerissen und vieles blieb zu oberflächlich.Fazit:Ein durchaus interessanter Auftakt, der mir aber oft zu oberflächlich blieb und Potenzial verschenkte. Die Welt der Fae war interessant, aber viele Konflikte und das Magiesystem verdienten mehr Tiefe und Ausbau. Dafür mochte ich die Liebesgeschichte udn es gab auch spannende Momente, gerade zum Ende hin. Den zweiten Teil würde ich also schon gerne eine Chance geben und bin gespannte, ob die Reihe mich doch noch überzeugen kann.3 von 5 Sterne