Der Roman spielt in einer postapokalyptischen Welt, in der ein verheerender Sturm das Leben sehr vieler Menschen zerstört hat. Die 17-jährige Liz findet Zuflucht in der Buchhandlung, in der sie früher gearbeitet hat. Sie lebt dort allein, tauscht Bücher gegen Versorgungsgüter und führt ein Tagebuch mit Geschichten von Überlebenden. Plötzlich trifft sie auf Maeve. Gemeinsam müssen sie sich nicht nur auf den nächsten Sturm vorbereiten, sondern auch mit Ängsten, Verlust und den aufkeimenden Gefühlen füreinander umgehen. ¿¿ Wir erleben die Geschichte aus Liz Perspektive. Es kommt immer wieder zu Rückblicken in die Zeit vor dem Sturm, was ich ganz interessant fand, auch wenn man nie wirklich erfährt, was jetzt eigentlich zu dieser Katastrophe geführt hat. Liz Entscheidungen wirken nicht immer überzeugend. Für mich ist es beispielsweise nicht ganz nachvollziehbar, warum Liz trotz der drohenden Gefahr so an dem Buchladen festhält. Sie ist zudem ziemlich unbeholfen. Da fragt man sich, wie sie bis hierhin überhaupt überlebt hat. ¿Die Atmosphäre ist trotz ständiger unterschwelliger Bedrohung eher ruhig, fast schon melancholisch und dennoch bedrückend. Insgesamt ist der Spannungsbogen relativ niedrig, der Fokus liegt eher auf zwischenmenschlichen Beziehungen und Liz Umgang mit den Traumata der Vergangenheit sowie den Herausforderungen der Gegenwart. Erst am Ende spitzen sich die Ereignisse zu. ¿Es ist ein Mix aus Dystopie und einer zarten Liebesgeschichte. Es geht um Verlust, Schuld, Hoffnung und ums Nicht-Aufgeben inmitten einer zerstörten Welt. Wer allerdings eine detaillierte Ausarbeitung der Apokalypse, große Überlebenskämpfe oder ein starkes Weltengerüst erwartet, könnte enttäuscht werden. Außerdem verrät der Klappentext meiner Meinung nach auch schon viel zu viel. ¿