Vor fünfzig Jahren wollte sich ein junger Mann aufmachen um seinen Traum im fernen Amerika zu verwirklichen. Er trat Nachts vor die Tür, mit im Gepäck sein Ammonit, sein Glücksbringer. Er lief Richtung Kirche, er wollte nicht alleine los um seinen Traum zu verwirklichen. An der Kirche angekommen, flüsterte er ins Dunkel. "Bist Du da" ? Er hörte eine vertraute Stimme, "Ja ich bin hier". Er schritt in Richtung Stimme, er wollte etwas sagen, doch eine strahlende Helligkeit explodierte in seinem Kopf. Alle Träume endeten.50 Jahre später, während einer Weinlese buddelt Liam der Wolsspitz einen menschlichen Schädel aus dem Boden, direkt unter den Weinreben. Moira und Luca sind erschrocken über den Fund und vermuten sogar noch mehr Knochen eines Skeletts. Die Stimmung kippt, die Polizei ermittelt.Und es kommt noch schlimmer, mittlerweile hat sich rausgestellt das der Tote ein Jugendfreund von Ambrogio war. Es gibt Hinweise das Ambrogio, Moiras Vater der Täter sein könnte. Montagnola und weitere Tessiner Ecken, verschwören sich schon fast gegen Ambrogio. Doch dann geschieht ein weiterer Mord.Dies ist der 4 Teil der CosyCrime Serie aus dem Tessin, mit der Dolmetscherin Moira, die den ermittelnden Polizisten in Sprachbarrieren weiterhilft. Und nicht nur das, Moira geht mutig mit in den Ermittlungen. Fast zu viel für die Polizei. Doch ihre Schnüffelnase ist gerne vorne dran und bring sich mit vielen richtigen Riechern mit ein.Ich kenne Moira, Luca und Ambrogio und Ispettrice Chiara Moretti aus zwei anderen Fällen. Es war diesmal auch sehr symphatisch ihnen wieder zu begegnen. Man kann die Cosy Crimes auch einzeln lesen, sie sind in sich abgeschlossen.Beim Ermitteln wird Moira klar, das sie tief in der Geschichte Montagnola graben muss. Und nicht nur das, Sabotage und alte Seilschaften stehen an.Ein Cosy Crime, nicht ganz so brutal doch mit Gemeinheiten, Fiesen Giftködern, grantigen Charakteren und alten Filmrollen bringt absolute Unterhaltungsstimmung. Ein Strudel an Effekten hat die Autorin gestaltet. Das ist garantiertes Lesevergnügen und diese Momente kommen überraschend Neu, womit man gar nicht damit rechnet. Das lenkt das Leseabenteuer und vor allem, bleibt bis zum Schluss die Lösung im Dunkeln.Private Momente der Protagonisten fand ich sehr stimmig, auch Tiere spielen mit eine Rolle im Cosy crime. Ein guter Mix. Toll, die Autorin kennt die Handlungsorte, da sie im Tessin lebt. Authentisch wirkt die Beschreibung vom Herrman Hesse Museum, das kannte ich selbst von einem Besuch.Ein abwechslungsreicher CosyCrime aus dem schönen Tessin. Lesenswert