¿African Gods¿
Shigidi, der Gott der Alpträume und seine Gefährtin Nneoma leben ihr Leben und genießen es in vollen Zügen. Es könnte also alles gut sein, wenn nicht der oberste Gott ihnen den Auftrag erteilen, ein Artefakt aus dem Britischen Museum zu stehlen. Shigidi und Nneoma bleibt keine Wahl und so nehmen sie den Auftrag an.Wole Talabi entwirft in seinem Urban Fantasy Roman "Shigidi - Raub im Britischen Museum" aus dem Verlag penhaligon auf 352 Seiten eine Welt voller Mythen und leitet durchaus spannungsreich durch die Geschichte. Geschickt springt er dabei immer wieder in der Zeit zurück, um die Vorgeschichte von Shigidi und Nneoma zu erzählen. Dabei umweht den Roman die ganze Zeit ein Hauch von"American Gods" von Neil Gaiman, denn die Welt der Götter in "Shigidi" ist ähnlich bürokratisiert. Die Darstellung dieser Welt gelingt dem Autoren ausgesprochen gut und entsprechend können die Leserinnen und Leser den beiden Protagonisten Shigidi und Nneoma nachfühlen, wie sie stets versuchen zurechtzukommen. Dies ist stets mit einer Portion Sexualität verbunden.Leider verliert sich die gute Darstellung der Lebenswelt voller Mythen und Fantasy leider zum Ende hin und weicht einer eher üblichen actionreichen Erzählung. Das ist schade, denn der Roman "Shigidi - Raub im Britischen Museum" hätte ein besseres Ende durchaus verdient gehabt.So bleibt insgesamt aber trotzdem ein gut lesbarer Roman, der Lust auf mehr macht, in der Hoffnung, dass Wole Talabi in möglichen Nachfolgeromanen tiefer in die Welt der Götter eintaucht. Mehr Actionelemente braucht es nämlich nicht, eher weniger.---Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.---