Leider nachlassend ...
Seit Andrew mitschreibt lässt die Spannung und Qualität leider nach. So war es schon bei Nr. 26 - Der Kojote.Hier wird teilweise viel zu verkrampft des Besondere versucht zu beschreiben. Reacher war eigentlich immer einfach, schnörkellos und ohne das Effektheischende ausgekommen. Hier waren die Kämpfe teilweise lieblos beschriebene Actionszenen aus B-Movies mit regelmäßigen Zufällen (z.B. abstürzende Feuerleiter).Leider fehlte mir in diesem Band das oft vorkommende Rätseln, die Schlussfolgerungen (was war denn nun das Beweisstück?) und die zwischenmenschliche Interaktion. Reacher unternimmt den "Roadtrip" zusammen mit Hannah, aber eine Beziehung egal welcher Art entsteht nicht. Reacher ist deutlich weniger smart, dafür eher etwas grob und "holzfällerisch". Zugunsten der Story - weil sonst würde sie so nicht funktionieren - verhalten sich etliche Protagonisten ziemlich dumm und nutzen auch nicht alle Möglichkeiten moderner Kommunikation. Ich kann durchaus damit leben, ist aber mitunter etwas enttäuschend.Insgesamt etwas lückenhaft, etwas zu gezwungen und evtl. auch etwas zu lieblos. Entscheidende Stellen wurden etwas zu kurz beschrieben. Die Herren Child hätten gerne etwas mehr Zeit und Aufwand investieren können.Die Story selbst, also der Plot als Grundgerüst ist durchaus gut, hat mich am Ende sogar überrascht, da ich die ganze Zeit von etwas anderem ausgegangen bin. Die Zeit für den Romanhelden Jack Reacher dürfte sich - was mich betrifft - aber dem Ende zuneigen. Das neue Buch werde ich noch lesen, aber ich fürchte das wird dann mein letztes.