Klappentext:Auf hoher See zieht ein Sturm auf, der alles verändert ¿Meeresbiologiestudentin Henriette hat einen der begehrten Plätze auf der Segeljacht Sapient Sailor ergattert und verbringt ein exklusives Auslandssemester auf hoher See. Endlich hat sie die Chance, sich aus dem Schatten ihrer Schwester zu lösen. An Bord des Großseglers stößt Henriette auf Lukas, ihren besten Freund aus Kindertagen, der ihr inzwischen jedoch fremd ist. Das erste Wiedersehen ist eisig, aber zwischen Studienprojekten und gemeinsamen Tauchgängen im Südpazifik funkt es gewaltig. Bis ein verhängnisvoller Kuss, alte Wunden und ungesagte Wahrheiten drohen, ihr neues Glück im Keim zu ersticken. Als ein Sturm die Jacht in Gefahr bringt, müssen sie kämpfen: gegen ihre Vergangenheit und um ihre Liebe.Meine Meinung:Dieses Buch hat mich optisch sofort angesprochen. Das Cover und der wunderschöne Farbschnitt haben mich magisch angezogen und mein Leseerlebnis wurde dadurch abgerundet, dass ich die Geschichte während einer Kreuzfahrt gelesen habe. Atmosphärisch hätte es kaum besser passen können.Die Grundidee fand ich richtig stark. Ein Auslandssemester auf dem Meer, Studium und Reisen vereint. Meeresbiologiestudentin Henriette ergattert einen der begehrten Plätze auf der Segeljacht Sapient Sailor und verbringt ein exklusives Semester auf hoher See. Das Setting ist ohne Frage das große Highlight dieses Buches und war für mich der Hauptgrund, dranzubleiben.Inhaltlich konnte mich die Geschichte jedoch nicht komplett abholen. Obwohl die Idee vielversprechend war, empfand ich die Umsetzung stellenweise als eher langatmig. Besonders mit den Protagonisten bin ich nicht richtig warm geworden. Ich kann nicht einmal genau benennen, woran es lag, aber vor allem Henriette fühlte sich für mich einfach nicht stimmig an. Selbst ihr Name hat mich beim Lesen immer wieder aus der Geschichte gerissen, weil sie für mich keine klassische Henriette war.Zwischen Henriette und Lukas hat es zwar immer wieder geknistert, doch ihre Verbindung konnte ich emotional nicht wirklich greifen. Der Slow Burn zog sich für meinen Geschmack zu sehr und obwohl es stellenweise süß war, habe ich die großen Funken leider nie gespürt.Sehr gefallen hat mir dagegen die Thematik rund um das Meer, die Inseln und das Leben und Arbeiten auf der Jacht. Diese Aspekte waren spannend, informativ und haben dem Buch viel Atmosphäre verliehen. Auch Henriettes Wunsch, aus dem Schatten ihrer Schwester zu treten, fand ich grundsätzlich interessant.Gegen Ende nahm die Geschichte noch einmal deutlich an Fahrt auf. Es wurde brenzlig, spannend und das Buch endete mit einem fiesen Cliffhanger, der meine Neugier auf Band zwei definitiv geweckt hat. Auch wenn mich der erste Band nicht vollständig überzeugen konnte, bin ich gespannt, ob die Fortsetzung mich stärker abholen wird.Fazit:Fighting Through Deep Waters punktet für mich ganz klar mit seinem außergewöhnlichen Setting und der spannenden Thematik rund um Meer, Forschung und das Leben auf einer Segeljacht. Inhaltlich blieb die Geschichte jedoch hinter ihrem Potenzial zurück, da mich die Figuren und die Liebesgeschichte emotional nicht vollständig erreichen konnten. Der starke Cliffhanger am Ende macht dennoch neugierig auf die Fortsetzung.