Unterhaltsamer, kurzweiliger King
Inhalt:Die Polizei zieht Privatermittlerin Holly Gibney zurate. Ein anonymes Schreiben hat eine Mordserie angekündigt. Das erste Opfer ist eine unbescholtene Frau, in der Hand hält sie einen Zettel. Der Name darauf verweist auf eine Geschworene, die an der Verurteilung eines Unschuldigen beteiligt war, der im Gefängnis erstochen wurde. Der verrückte Täter tötet als "Sühneakt" wahllos Ersatzopfer anstelle der Geschworenen? "Die Schuldigen am Tod des Unschuldigen sollen leiden", hieß es. Das Morden geht weiter. Während Holly fiebrig das Puzzle zusammensetzt, hat sie auch alle Hände voll damit zu tun, Anschläge auf eine Feministin abzuwehren, der sie als Personenschützerin dient. Wie zielgerichtet strebt alles auf eine einzige große Katastrophe zu.¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿Meine Meinung:Holly Gibney is back! Ich habe mich sehr darüber gefreut, wieder von ihr zu lesen. Und dieses Mal hat Holly es quasi mit zwei verschiedenen Fällen zu tun, die es beide in sich haben. Stephen King hat eine besondere Art und Weise die Gedanken und Beweggründe der Antagonisten zu beschreiben. Auch hier gelingt ihm das wieder sehr gut. Zwar konnte ich diese keineswegs verstehen, aber zumindest konnte ich sie aus tiefstem Herzen verabscheuen. Und diese starken Gefühle soll doch ein Buch im besten Fall hervorrufen, stimmt's? ¿Ich mag es zudem, wie King aktuelle politische Themen aufgreift. Schwächen des amerikanischen Rechtssystems, Feminismus und das Recht der Frau auf Abtreibung stehen hier im Vordergrund und er hat es geschafft, dass ich mir als Leserin viele Gedanken darüber gemacht habe. Beide Handlungsstränge führten am Ende zusammen, für mich leider etwas zu konstruiert und nicht immer leicht nachvollziehbar. Im Großen und Ganzen aber wieder ein unterhaltsamer, kurzweiliger (trotz der vielen Seiten) King. ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿Meine Bewertung:4/5 Sterne ¿ ¿¿¿¿¿¿¿¿