Das Finale der Siedler-Saga! Diese Reihe war für mich mehr als nur eine Geschichte, sie war ein Stück Erinnerung an Savannah!Leider ist sie schon wieder vorbei, die Siedler-Saga von Malou Wilke! Ich habe ja eine Zeit lang in Savannah gewohnt und die frühe Geschichte Georgias war auch Teil meines Studiums. Ich vermisse die schönen Strände, das wusselige Treiben auf River Street (insbesondere an St. Patrick's Day!) und die Oasen der Ruhe in den vielen Squares. Ich glaube, gerade deshalb war ich von der Siedler Reihe von Anfang an so angetan. Wer die Reihe noch nicht kennt: wir verfolgen das Leben der jungen Nellie, wie sie sich im 18. Jahrhundert als uneheliche Mutter auf den Weg in die neue Welt macht. Während Teil 1 ihre Reise und erste Schritte in Savannah beschreibt, geht es in Teil 2 dann eher um das Finden des eigenen Weges dort. Möchtet ihr wissen, wie es dann in Teil 3: Hoffnung auf eine neue Freiheit weitergeht, dann einfach weiterlesen!Achtung! Ab hier leichte Spoiler! Wie der Titel sagt, geht es in Teil 3 um Freiheit. Wer sich mit der Geschichte der Südstaaten auskennt, der denkt hier sofort an die bereits in Band 2 aufkommende Sklavenhaltung. Aber nicht nur. Die übergreifende Problematik, die sich hier durch alle 3 Bände zieht, ist die Freiheit der Frau. In Band 3 erleben wir einen Erbschaftsstreit zwischen Nellie und der Witwe Woodpecker, die gerne den illegitimen Sohn des vermeintlichen Mörders ihres Mannes wieder haben möchte, damit sie Zugang zu dessen Plantage bekommt. Nellie lässt sich natürlich nicht darauf ein und ein erbitterter Streit entbrennt. Noch dazu wird wieder geliebt, gefeiert und verloren, so wie der Lauf des Lebens nun mal ist. Wie fand ich die Reihe? Ich bin begeistert. Sie hat die richtige Mischung aus historischen Hintergrund, Liebe und Herzschmerz sowie eine tiefere Ebene, den Kampf um Frauenrechte, der aber keineswegs aufdringlich ist. Nur bei einem genauen Lesen erkennt man die rote Linie. Nellie als selbstbewusste Frau stößt immer wieder gegen Konventionen ohne vollends unrealistisch zu wirken. Ich wünsche mir definitiv mehr Südstaatenhistorik von Malou Wilke! Und bitte bald!