Hatte mehr erwartet
Was für ein hübsches Cover. Ich liebe die Farben. Den dunklen Himmel, die Berge, umgeben von Nebel und die Pflanzen, die sich im Bergsee spiegeln. Für mich ein sehr gelungenes Cover, dass große Lust darauf bereitet, sofort nach Quincy zu reisen. Was mich jedoch ziemlich stört sind der Spiegel Bestseller und der dotbooks Sticker.
Oh mein Gott. Der Klappentext klingt mehr als spannend. Ein Mord? Wer ist der Killer? Und warum haben die Edens das Sagen? Ich bin schon sehr neugierig auf die Kleinstadt und ihre Einwohner. Quincy, ich komme.
Meine Meinung
Nachdem ich so viel Gutes gehört habe, musste auch ich endlich zu Indigo Ridge (Die Edens 1) von Devney Perry aus dem dotbooks Verlag (SAGA Egmont) greifen. Leider hat mir die Geschichte nicht ganz so gut gefallen. Lag es daran, dass ich nur positives darüber gelesen habe? Bin ich mit falschen Voraussetzungen an das Buch gegangen? Ich weiß es nicht. Am Schreibstil kann es nicht liegen, denn ich mochte ihn eigentlich sehr und bin auch richtig schnell mit dem Lesen vorangekommen. Ich fand nur, den Thrillanteil etwas fad und man hat gefühlt nicht viel neues erfahren. Der Romanceanteil hat mich leider auch nicht so gecatcht und gepackt, wie ich es gehofft hatte.
Doch es war nicht alles schlecht. Alleine schon wegen Griffin war das Buch lesenswert. Griffin ist die lebendige Cowboyfantasie einer jeden Frau. *sabber* Da kann ich Winslow mehr als verstehen, dass sie bei ihm schwach geworden ist. Auch wenn er sich seine wahren Gefühle für Winn nicht eingestehen möchte. Doch manchmal erwischt es auch die härtesten Cowboys und man steckt schneller im Liebeschaos als gedacht.
Zitat
»Betrachte deinen klaren Verstand nicht als selbstverständlich, Griffin. Oder dein Herz. Das sind deine Geschenke. Und es gibt keine Garantie, dass sie am nächsten Tag noch da sind.«
Winnie mochte ich sehr. Dass sie sich nicht unterkriegen lässt, auch wenn ihre Kollegen bei der Polizei alles andere als aufgeschlossen ihr gegenüber sind. Ebenso wie der komplette Ort. Sie ist eine wirklich starke Frau, die auf ihren Magen und ihre Gefühle hört, was ihr auch bei ihrem Job zugutekommt. Das "geWinnen" hingegen fand ich etwas nervig und irgendwie kindisch.
Die Edens waren mir von Beginn an sehr sympathisch und ich möchte sie gerne noch näher kennenlernen. Ebenso wie Quincy.
Mein Fazit
Von mir gibt es für diesen Auftaktband der Buchreihe nur eine eingeschränkte Leseempfehlung. Ich wollte das Buch zwar zu keinem Zeitpunkt abbrechen, aber mich hat die Geschichte nicht richtig gefangen genommen und auch nichts in mir ausgelöst. Nichtsdestotrotz möchte ich unbedingt noch den zweiten Band Juniper Hill lesen.
Wenn euch der Klappentext anspricht und ihr große Lust auf dieses Buch habt, dann gibt ihm eine Chance. Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.
Indigo Ridge (Die Edens 1) erhält von mir 3,5 Sterne.