Wenn es um seine Freunde geht, ist Xavier Kieffer immer bereit zu helfen, daher will er nach kurzem Wiedersehen auf einem Event in Paris, den Champagnerproduzenten Luc Reiser besuchen. Die beiden hatten damals ihre Ausbildung zusammen in einem Sternelokal gemacht und so manche Krisen überwunden. Xavier glaubt zu merken, dass seinen Freund etwas bedrückt, doch als er ihn wieder treffen will, findet er Luc sterbend unter einer riesigen Gyropalette vor. An einen Unfall kann Xavier nicht glauben, besonders nachdem er kurz darauf vor seinem Luxemburger Restaurant Deux Eglises angegriffen wird. Nun wird die Sache für ihn zum persönlichen Angriff!
Der 8. Genuss-Krimi Verhängnisvoller Champagner von Autor Tom Hillenbrand beschäftigt sich natürlich auch dieses Mal mit kulinarischen Köstlichkeiten. Die Spürnase des Luxemburger Chefkochs Xavier Kieffer beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema der Champagnerherstellung um den schönen Schein der um die prickelnde Brause gemacht wird, zu entschlüsseln. Dabei wird es für Xavier recht vertraulich, denn eine alte Liebe kreuzt seinen Weg. Verdrängte Erinnerungen an seine Sturm- und Drangzeit in der Champagne kommen ans Licht. Immer wieder hüpft die Story zurück in die 90er und verrät uns intime Details und Geheimnisse aus seiner Vergangenheit!
Besonders ins Herz geschlossen habe ich all die wunderbaren Charaktere der Serie, wie Xaviers schillernde Pariser Freundin Valérie vom Guide Gabin, dem Sternhimmel für Köche. Auch ihre Branche ist im Umbruch, denn mittlerweile begibt sich auch die Sterne-Verleihung auf digitales Territorium. Sogar der nervige argentinische Show-Koch Leonardo, mit dem Xavier eine Art Hass-Liebe verbindet, wird mir immer sympathischer. Nicht wegzudenken ist natürlich der trinkfeste Finne Pekka Vatanen, der fast schon zum Inventar des Deux Eglises gehört und immer einen guten Rat auf Lager hat. Der Fall selbst ist komplex und bleibt bis zum Ende rätselhaft verworren. Diese Serie sorgt einfach immer für erstaunliche Erkenntnisse und ist insgesamt ein wahrer Genuss.
Mein Fazit:
Ein absolut interessanter und lehrreicher Krimi, bei dem ich sehr viel über Champagner erfahren habe. Besonders amüsant dabei fand ich all die fiktiven Champagner-Sorten und Namen herrlich, da bekommt man doch gleich Appetit auf ein Gläschen. À votre santé !