
Lehre und Forschung in der Krise: Lisa Niendorf zeigt, was sich ändern muss
Unser Bildungssystem steckt tief in der Krise: Soziale Ungleichheit, überfüllte Hörsäle, prekäre Arbeitsbedingungen, der Mangel an finanziellen Ressourcen und Lehrkräften, Digitalisierungsdefizite, unzureichende Betreuungsverhältnisse - die Liste ließe sich beliebig lang fortsetzen. In ihrem ersten Sachbuch bringt die
bekannte Bildungsforscherin Lisa Niendorf auf den Punkt, was sie ihren Follower*innen auf Social Media als
@frauforschung bereits so erfolgreich vermittelt: Sie macht die Schwächen und Schattenseiten der Wissenschaftsstrukturen sichtbar,
spricht über die
Herausforderungen, denen Studierende und Nachwuchswissenschaftler*innen gegenüberstehen, thematisiert
Leistungsdruck,
Ausbeutung,
Machtmissbrauch,
Diskriminierung und
Mental-Health-Probleme.
Geht es so weiter, so ihr alarmierender Aufruf, verlieren wir eine ganze Generation an jungen Studierenden und Nachwuchswissenschaftler*innen. Zugleich zeigt sie,
welche Maßnahmen zur Lösung dieser Probleme beitragen und versammelt
Themen, die ihre Community besonders umtreiben. Denn
ein menschliches Wissenschaftssystem ist möglich, so Niendorf - doch wenn die Krise zum Kollaps wird, verlieren wir alle.