Der Autorin gelingt es, den Ermittlungsverlauf durch einfallsreiche Wendungen, Geheimnisse und hitzige Konflikte spannend zu gestalten.
"Very dangerous things" ist ein Jugendbuch, genauer gesagt ein Young Adult-Krimi. Es umfasst 464 Seiten und ist in einem leicht verständlichen und angenehmen Schreibstil verfasst. Dabei geht es um Dulce Castillo, die die J. Everett High, eine Schule für Kriminologie, besucht. Jedes Jahr wird dort ein Spiel veranstaltet, bei dem ein Fake-Mord inszeniert wird und von den Schülern aufgeklärt werden soll. Dem Gewinner erwartet ein hohes Preisgeld. Für Dulce ist das die Gelegenheit sich ihren Traum von einer Reise, als Andenken an ihre Mutter, zu erfüllen und willigt ein. Doch es handelt sich um alles andere als eine Inszenierung. Xavier Terres, ein einflussreicher und unbeliebter Schüler der J. Everett High wurde tot im Gewächshaus seiner Ex-Freundin Sierra aufgefunden. Sierra wird daraufhin für schuldig befunden und wendet sich an Dulce, ihre ehemalige beste Freundin, und an Dulces Freunde Erni, Zane und Rose, die ihre Unschuld beweisen sollen. Aus einem Spiel wird bitterer Ernst. Kann Dulce ihren Freunden vertrauen und den Mord aufklären?An dieser Geschichte gefallen mir die unterschiedlichen und vielschichtigen Figuren: Es gibt Dulce, die das analytische Denken übernimmt, auf kleinste Details achtet und Pläne schmiedet. Zane ist für seinen Tatendrang und den Mut sich in illegale Situationen zu stürzen bekannt. Erni kümmert sich um die Befragungen und ermutigt Dulce den Fall weiterzubearbeiten. Dulce steht für ihre Freunde ein und springt über ihren Schatten um das Gute zu tun, gleichzeitig ist sie sehr verletzlich bezüglich ihrer verstorbenen Mutter und ihrer ehemaligen Freundin Sierra. Die Geschichte aus ihrer Perspektive zu lesen, hat mir am meisten Spaß gemacht. Ich fand ihren Charakter so nahbar und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Im Gegensatz zu Erni. Ihre Figur hat mich nicht überzeugt. Ich fand sie launenhaft, naiv und überdreht. Sie ging nie offen an die Ermittlungen ran und handelte meist egoistisch, was teilweise nervig war. Leider konnte ich erst am Ende mit ihr warm werden. Insgesamt bin ich mit der Geschichte trotzdem sehr zufrieden, da ich von der mitreißenden Handlung und ihren starken sowie authentischen und vielseitigen Figuren gut unterhalten wurde. Der Autorin gelang es, die Gefühle der Charaktere auf den Leser zu transportieren und den Ermittlungsverlauf durch einfallsreiche Wendungen, Geheimnisse und hitzige Konflikte spannend und belebend zu gestalten. Aufgrund dieser Aspekte habe ich das Buch auch innerhalb von drei Tagen verschlungen. Dahingehend kann ich allen Jugendlichen, Erwachsenen und Krimilesern, die Lust haben, gemeinsam mit Dulce und ihrem Team mitzuraten und mitzufiebern, dieses Buch empfehlen.