Mit My Blade, Your Back geht die Geschichte von Emery und Mori weiter und auch diesmal überschlagen sich die Ereignisse beinahe pausenlos. Die Handlung wird noch komplexer und die vielen Verstrickungen sorgen dafür, dass man ständig miträtselt und versucht, den Überblick zu behalten.Durch Emerys Gedächtnisverlust hat mir allerdings die bereits entstandene Nähe und Vertrautheit zwischen ihr und Cam gefehlt. Gerade diese Dynamik hatte ich im vorherigen Band sehr gern verfolgt. Gleichzeitig gehört dieser Umstand natürlich zur Geschichte und beeinflusst viele Entwicklungen.Besonders interessant fand ich erneut Reed. Seine Rolle wird im Verlauf der Handlung immer wichtiger und selbst bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, welche Absichten er tatsächlich verfolgt und welche Rolle oder Rollen er wirklich spielt. Genau diese Unsicherheit hat für zusätzliche Spannung gesorgt.Atmosphärisch bleibt die Reihe sich treu. Die Geschichte ist düster, intensiv und emotional. Immer wieder wechseln sich Hoffnung, Verzweiflung, Wut und Mitgefühl ab. Für mich war das erneut eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle.Ein kleiner Kritikpunkt war für mich der Umgang mit den Medikamenten. Irgendwann wirkte das Ganze etwas übertrieben und ich habe mich mehr als einmal gefragt, wie Cam diese Menge an verschiedenen Cocktails überhaupt überleben kann.Weniger begeistert war ich außerdem von den Zeichnungen der Charaktere im Buch (Wie auch schon in den anderen Bänden). Ich mache mir beim Lesen gerne mein eigenes Bild von den Figuren und hatte für viele Charaktere längst feste Vorstellungen im Kopf. Die Illustrationen haben für mich deshalb eher störend gewirkt, weil die Figuren in meiner Fantasie ganz anders aussahen.Trotz dieser kleinen Kritikpunkte ist My Blade, Your Back für mich ein würdiger und packender Abschluss. Die Geschichte hinterlässt einen stellenweise verstört, schafft es durch den Epilog aber auch, Hoffnung zu vermitteln und die Geschichte auf eine passende Weise abzuschließen.