Mit Immerland - Die Stadt der Ewigkeit erschafft Kai Meyer eine düstere, atmosphärisch dichte Fantasywelt, die lose an den Peter-Pan-Mythos angelehnt ist, diesen jedoch eigenständig und kritisch weiterdenkt. Im Mittelpunkt steht eine geheimnisvolle Stadt außerhalb von Raum und Zeit, in der niemand altert und Erinnerungen allmählich verblassen.Der Roman zeigt eindrucksvoll, dass ewige Jugend kein Geschenk, sondern eine Belastung sein kann. Themen wie Identität, Freiheit, Verantwortung und Erwachsenwerden stehen im Zentrum der Handlung und verleihen der Geschichte eine bemerkenswerte Tiefe. Die Figuren sind vielschichtig angelegt und entwickeln sich glaubwürdig, während die Stadt Immerland mit ihrer melancholischen und bedrohlichen Atmosphäre beinahe selbst zur Hauptfigur wird.Sprachlich überzeugt der Roman durch eine bildreiche, ruhige Erzählweise, die Spannung und Nachdenklichkeit gelungen verbindet. Immerland - Die Stadt der Ewigkeit ist damit weit mehr als ein Fantasyabenteuer: Es ist ein philosophisch geprägter Roman über Veränderung, Vergänglichkeit und die Frage, was ein erfülltes Leben ausmacht.