Milly und Nicole waren seit frühester Kindheit die besten Freundinnen. Sie haben wunderbare Urlaube im Resort Forest Nest verbracht, das seinerzeit von Millys Mutter Connie geleitet wurde. Nun führt Milly die Geschäfte, ist geschieden und zieht Teenager Zoe alleine gross. Nicole ist nach LA gezogen und eine berühmte Schauspielerin geworden. Seit 18 Monaten, dem Zeitpunkt ihrer Trennung von Richard, hat Milly nichts mehr von Nicole gehört. Aber trotzdem ist sie für sie da, als sie um Hilfe bittet. Aber kann Milly Nicole verzeihen, dass sie sie geghostet hat, als sie sie am meisten gebraucht hätte?
Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover, das Urlaubsgefühle vermittelt gefällt mir sehr gut.
Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln von mehreren Frauen erzählt, was einerseits lebendig wirkt und andererseits die Leser:innen mehr wissen lässt als die Einzelperson: Milly, Mutter Connie, Grossmutter Peggy, Tochter Zoe sowie Nicole.
Auf den ersten Blick scheint der Fall glasklar zu sein: Nicole ist eine erfolgreiche Schauspielerin, ergo sie hat alles erreicht und ist glücklich. Nun ja, wenn das nur so einfach wäre. Sie ist wohl berühmt, aber sie hat dadurch auch ihre Privatsphäre verloren. Dank Social Media geht alles sofort viral und Nicole merkt, wie einsam sie in Wirklichkeit ist. Die neuesten Entwicklungen in ihrem Privatleben haben für haufenweise negative Presse, selbstverständlich einzig zu ihren Lasten, gesorgt. Sie wendet sich an Milly, obwohl sie es ihr nicht verdenken würde, wenn sie ihr nicht helfen würde. Das Wiedersehen von Milly und Nicole ist unterkühlt Milly ist verletzt von Nicoles Verhalten. Sie versteht nicht, was seinerzeit passiert ist und warum sie alle Kontaktversuche abgeblockt hat. Und was ist jetzt passiert, dass sie um ihre Hilfe bittet? Ist ihre Freundschaft zu retten?
Ich bin nicht genug, hatte sie gedacht. Ich werde nie genug sein.
Es war eine sehr ruhige Geschichte, die aufzeigt, wie komplex Beziehungen sind, egal, ob es sich um romantische, freundschaftliche, familiäre oder berufliche Beziehungen handelt. Ich sage immer, dass Menschen unwahrscheinlich interessant, aber auch unwahrscheinlich kompliziert sein können. Eins eint so viele Menschen: Das Gefühl, nicht zu genügen da spielt es keine Rolle, ob jemand bekannt oder unbekannt ist. Ich habe mich mit Millys Familie sehr wohlgefühlt und es ist schade, dass ich sie nun schon wieder verlassen muss. Am besten gefallen hat mir Nanna Peg, Millys Grossmutter. Sie scheut sich nicht, deutliche Worte zu sprechen, und schiebt dabei, wenn es eben gerade erforderlich ist, gerne ihr Alter vor herrlich! Von mir gibt es 4 Sterne.