Tara Menons "Unter Wasser" hat mich leider nicht ganz überzeugen können, auch wenn die Geschichte sicherlich ihre Tiefe und Bedeutung hat. Das Thema - Trauer, Verlust und der Umgang mit inneren Dämonen ist zweifellos sehr bewegend und ernst, aber der Weg dorthin war für mich eher eine Herausforderung als ein Genuss.
Der Schreibstil der Autorin wirkt zu Beginn sehr sperrig, und ich fand es schwer, richtig in die Erzählung einzutauchen. Die Sprache selbst ist nicht unbedingt schlecht, aber sie ließ mich eher distanziert zurück. Trotz der schwierigen Themen fühlte sich das Buch für mich nicht besonders mitreißend an. Es ist sicherlich eine anspruchsvolle Lektüre, aber ich hatte einfach keine richtige Verbindung zur Geschichte oder den Charakteren. Das macht es umso bedauerlicher, weil ich die Bedeutung der Thematik durchaus erkannt habe.
Die ganze Atmosphäre des Buches ist schwer und von einer Art Melancholie durchzogen, was mir zuweilen als "schwere Kost" erschien. Ich glaube, dass es vielen Lesern gefallen wird, die sich auf solch tiefgründige und emotional aufgeladene Geschichten einlassen können, für mich war es jedoch nicht der richtige Moment.
Fazit:
Es ist ein Buch, das einen Raum für Reflexion und intensives Nachdenken bietet, aber der Zugang zum Inhalt war für mich leider zu schwer. Wenn man sich für komplexe, emotionale Themen interessiert und mit einem anspruchsvolleren Schreibstil klarkommt, könnte das Buch durchaus etwas für einen sein. Für mich persönlich war es jedoch nicht die richtige Wahl.