Skurrile Grundidee, schwarzer Humor und zwei herrlich fragwürdige Hauptfiguren sorgen für gute Unterhaltung.
Cape Carnage: Touristen kommen wegen der malerischen Küste hierher - und verschwinden manchmal urplötzlich wegen Harper Starling. Die Gärtnerin mit dem messerscharfen Verstand beschützt ihr Heimatstädtchen. Selbst wenn das bedeutet, lästige Besucher unter ihren preisgekrönten Rosenbeeten zu verscharren. Als der geheimnisvolle Nolan Rhodes auftaucht, gerät ihr Leben ins Wanken. Denn Nolan ist nicht nur unwiderstehlich attraktiv, er sinnt auch auf Rache. Der letzte Name auf seiner Liste? Harpers. Doch was als Jagd beginnt, wird schnell zu einem Spiel aus Anziehung und dunklen Abgründen. Als ein True-Crime-Fan Cape Carnage ins Visier nimmt, bleibt Harper und Nolan nur eins: Sie formen eine fragile Allianz. Und je tiefer sie sich in ihren düsteren Geheimnissen verlieren, desto heller lodert eine Leidenschaft, der sie nicht entkommen können ...Cape Carnage könnte ein idyllisches Küstenstädtchen sein, wenn nicht ständig Touristen verschwinden würden. Dafür ist unter anderem Gärtnerin Harper Starling verantwortlich, die unerwünschte Besucher gerne unter ihren Rosen entsorgt. Eines Tages taucht Nolan Rhodes auf. Er ist ebenfalls Serienkiller, ziemlich attraktiv und fest entschlossen, Harper als letzten Namen von seiner persönlichen Rache-Liste zu streichen. Wenn da bloß nicht die Anziehung zwischen den beiden wäre...¿ zwei Serienkiller zwischen Mordlust und Verlangen¿ atmosphärisches Kleinstadtsetting mit dunklen Geheimnissen¿ schwarzer Humor und reichlich moralische Grauzonen¿ Romance entwickelt sich überraschend schnell¿ unterhaltsam, aber nicht so fesselnd wie erhofftDie Idee von zwei Serienkillern, die aufeinandertreffen und sich dabei näherkommen, hatte definitiv Potenzial. Harper und Nolan sind angenehm kaputt, ihre Vergangenheit macht beide greifbarer und gerade Harpers liebevoller Umgang mit Arthur, ihrem dementen Vermieter, bildet einen spannenden Kontrast zu ihrem ungewöhnlichen Hobby. Trotzdem fehlte mir der erwartete Sog. Vor allem die Story rund um Nolans und seinen jahrelang gepflegten Racheplan, der sich dann angesichts Harpers Attraktivität erstaunlich schnell in Wohlgefallen auflöst und die permanente körperliche Anziehung war mir irgendwann etwas zu viel Spice und zu wenig glaubwürdiger Konflikt. Dazu kamen Harpers Auswahlkriterien für ihre Opfer, die ich teilweise moralisch schwerer zu rechtfertigen fand. Aber am meisten genervt haben mich die ständigen Missverständnisse, die durch ein einziges vernünftiges Gespräch hätten verhindert werden können. Misskommunikation als zentrales Problem in Büchern ist echt meine größte red flag.Skurrile Grundidee, schwarzer Humor und zwei herrlich fragwürdige Hauptfiguren sorgen für gute Unterhaltung. Für einen würdigen Reihenauftakt a la Butcher & Blackbird fehlten mir aber mehr Spannung, emotionales Chaos und weniger hormongesteuerte Schwärmerei. Trotzdem bin ich neugierig auf die Fortsetzung.