Zum Buch:Im Jahr 1989 verschwindet ein kleiner Junge im Wald, kurze Zeit später wird er tot geborgen. Er wurde mit einem Gegenstand niedergeschlagen und ist dann im Moor ertrunken. Die Ermittler gehen verschiedenen Spuren nach, aber die Aussagen der beiden Freunde vom toten Robin sind am vielversprechendsten. Dennis und der etwas ältere Daniel haben zuvor mit Robin Verstecken gespielt. Dann gesteht Dennis plötzlich, dass sein Bruder Daniel Robin erschlagen habe. Fünf Jahre später wiederholt sich ein ähnlicher Fall und die Ermittlerin Gunni, die damals schon ein komisches Gefühl hatte, ist sich diesmal sicher, damals nicht den richtigen Täter gefunden zu haben...Meine Meinung:Hierbei handelt es sich um einen soliden, klassischen Krimi aus Schweden. Leider habe ich etwas anderes erwartet. Denn der Autor schreibt sonst spannende Thriller und von daher bin ich hier mit völlig falschen Erwartungen herangegangen. Mir fehlte hier einfach durchweg die Spannung. Da hat auch nicht geholfen, dass die Auflösung bis zum Ende hin unklar geblieben ist. Es ist und bliebt ein Ermittler-Krimi mit dem Hauptschwerpunkt auf den Ermittlungen.Die private Geschichte von Gunni hat mich dagegen ein wenig entschädigt. Aufgewachsen bei den Zeugen Jehovas findet sie nur schwer ihren Weg in der Welt. Sie ist eine kluge Polizistin, kann aber schwer mit den Emotionen von Menschen umgehen. Sie ist ausgebrochen, aber ihre kleine Schwester hängt noch voll in der Sekte. Hin- und hergerissen, ob sie Gerd da herausholen soll, hadert sie mit sich.Mein Fazit:Ein klassischer Who-done-it-Krimi aus Schweden. Wer solche Ermittlungsarbeit liebt, wird dieses Buch sicher mögen. Mir war es ein wenig zu spannungsarm und ich denke, ich werde diese Reihe nicht weiterverfolgen.