"Die Meerglasschwestern" von Eleanor Buchanan habe ich mir vor allem deshalb ausgesucht, weil ich die Sieben-Schwestern-Reihe liebe. Geschichten über Familiengeheimnisse, vergangene Generationen und Reisen an unterschiedliche Orte der Welt funktionieren bei mir eigentlich fast immer.Deshalb war der Einstieg für mich zunächst etwas schwierig. Ich habe ständig verglichen und musste mir immer wieder sagen, dass dieses Buch eben nicht Lucinda Riley ist. Sobald ich das abgelegt hatte, war ich aber ziemlich schnell in der Geschichte drin und habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen.Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen begleitet man Iris, die 1931 ihre Heimat Skyre verlässt, um ihren Onkel zu finden und ihre Familie zu retten. Zum anderen geht es um Roz, die nach dem Mord an ihrer Mutter von Australien nach Schottland reist. Dort stößt sie auf alte Briefe von Iris und kommt dabei auch ihrer eigenen Familiengeschichte immer näher.Ich mochte beide Handlungsstränge sehr gern und fand es schön, nach und nach die Verbindungen zwischen den Figuren zu entdecken. Die Geschichte liest sich leicht weg, die Figuren waren mir sympathisch und ich wollte immer wissen, welches Geheimnis als Nächstes ans Licht kommt.Was für mich nicht funktioniert hat, waren die wiederkehrenden Andeutungen rund um einen Familienfluch und übernatürliche Erscheinungen. Das wirkte auf mich eher störend, weil ich die Geschichte auch ohne diese Elemente interessant genug fand.Insgesamt genau die Art von Roman, zu der ich gerne greife: Familiengeheimnisse, verschiedene Zeitebenen und Figuren, deren Geschichten sich Stück für Stück zusammensetzen. Kein Buch, das mich komplett umgehauen hat, aber eines, das ich wirklich gern gelesen habe. Und den nächsten Band werde ich ziemlich sicher auch lesen.