Mich hat das wuselige Cover angesprochen, meine Tochter eher nicht. Ihr sagt der Illustrationsstil nicht so zu. Auch innen gibt es schwarz-weiße Zeichnungen, bei denen in unserem Haus gespaltene Meinungen herrschen. Am Anfang der Geschichte dachten wir, die Zwillinge wären Jungs mit langen Haaren. Hat etwas gedauert, bis wir verstanden haben, dass Fili auch ein Mädchen ist. Generell fanden wir die meisten (scheinbar typisch nordischen) Namen etwas gewöhnungsbedürftig. Dennoch sind die Protagonisten (größtenteils) sehr sympathisch. Meine Tochter fand Böcki von Anfang an gruselig. Am Ende schießt er definitiv übers Ziel hinaus. Da fand ich etwas komisch, dass nicht klar da stand, dass er eine Strafe kriegt. Ich finde auch, dass dieses schreckliche Highlight am Ende nicht nötig gewesen wäre. Ich bin kein Fan von Nahtoderfahrungen in Kinderbüchern... Aber grundsätzlich finde ich, dass die Mischung aus lustigen Abenteuern und ernsteren Themen sehr gut gelungen ist. Themen wie Zusammenhalt und Freundschaft und der unterhaltsame Schreibstil machen das Buch zu einer idealen Ferienlektüre. Auch schwerere Themen wie Klimaschutz und Politik werden kindgerecht verpackt eingearbeitet.