sehr berührende und traurige Geschichte, die aber dennoch Hoffnung vermittelt
Dieses Buch kann man nicht ohne Taschentücher lesen, es ist sehr bewegend. Es ist der Bericht einer Mutter über ihr Leben mit ihrem palliativ erkrankten Kind. Mijo wurde 9 Jahre alt.Laura wusste schon während der Schwangerschaft, dass sie ein krankes Kind erwartet. Die Familie ist sehr gläubig und stellt sich dem Alltag mit einem behinderten Kind. Nach der Geburt scheint zunächst alles gut zu sein, doch schon bald treten erste Probleme auf. Viele Arztbesuche und Klinikaufenthalte bestimmen ihr Leben fortan, die Diagnose ist unklar. Für die Eltern, die auch für ihre anderen Kinder da sein wollen, eine Zerreißprobe. Dass Mijo nicht alt werden wird, ist bald klar, so sehr man als Leser*in auch auf ein Wunder hofft.Die Berichte der Mutter sind liebevoll und ehrlich, sie schildern schöne wie schwere Stunden, zeigen den tiefen Glauben, der sie trägt, aber auch die Zweifel, die manchmal kommen. Es ist ein Fest zu lesen, wie sehr sich die Familie aneinander freuen kann, wenn Mijo schöne Stunden hat. Die Dankbarkeit und die Hoffnung, die hier erlebt wurden, sind spürbar und berühren.Letztlich muss die Familie von Mijo Abschied nehmen und zum Glück gelingt dies in einem liebevollen Kinderhospiz. "Obwohl ich sehe, wie schlecht es Mijo geht, kann ich nicht begreifen, dass er wirklich sterben wird. Mein Herz bleibt einen Schritt hinter der Realität zurück."Der geschilderte Abschied und die Zeit danach, die Reden und Briefe über bzw. an Mijo sind berührend. "Mijo hat mir gezeigt, auf was es im Leben ankommt: zu lachen, wenn alle verzweifelt sind. Freude zu verteilen, wenn alle weinen. Auszuhalten, ohne zu verzweifeln. Er lehrte mich, dass das Leben kostbar ist und es keine zweite Chance gibt." Diese Eltern wurden nach dem Zweifel von ihrem Glauben getragen, konnten das Schicksal annehmen, sich über kleine Momente freuen und Trost in der Hoffnung finden, dass Mijo im Himmel mit Gott Einrad fährt und sie ihn dort wiedersehen werden. Mich hat das Buch sehr berührt und bewegt, es lenkt den Blick auf die wesentlichen Dinge im Leben, die oft im Kleinen liegen.