Purple Clouds Mistletoe von Mounia Jayawanth ist der vierte Band ihrer emotionalen New Adult Romance Reihe über das New Yorker Kult-Magazin Purple Clouds.
Seite etwa einem Jahr schreibt Bella Darling für Purple Clouds eine Dating Kolumne, wo sie ihre zahlreichen mehr oder weniger katastrophalen Dates verarbeitet. Da sie aber nie über das erste Date hinauskommt, droht der Kolumne die Einstellung. Bella ist verzweifelt, zumal sie auch noch auf ihre dringend nötige Weihnachtsflucht in die Karibik verzichten muss. Deshalb braucht sie dringend eine interessante Geschichte. Z könnte das Thema sein, denn mit dem mysteriösen Fremden chattet Bella seit elf Monaten, nachdem beide ihre Koffer am Flughafen verwechselten. Einem Treffen wich sie bisher aus, um den Zauber nicht zu brechen. Doch jetzt soll es endlich soweit sein und welche Story wäre wohl romantischer. Leider ist der Schock groß, als sich Z als Zac entpuppt, mit dem Bella bereits ein schreckliches Date hatte.
Die gefühlvolle Reihe über die Mitarbeiter des feministischen Magazins Purple Clouds geht in die vierte Runde und diesmal steht die Praktikantin Bella im Mittelpunkt. Bella ist mir aus den Vorgängerteilen nicht wirklich im Gedächtnis geblieben, aber jetzt dürfen wir sie besser kennenlernen und uns auf einige Überraschungen gefasst machen.
Der Schreibstil liest sich wie immer sehr gut und ich mag vor allem die eingeschobenen Chats oder Artikel von Bella, die die Story auflockern. Mounia Jayawanth greift erneut ernste und wichtige Themen auf, die der Handlung Tiefe geben, so dass man das Buch nicht so schnell vergisst.
Hier hat mich besonders Zacs Story beeindruckt und ich mochte ihn unglaublich gern. Das Date mit Bella beweist, wie schnell er ungerechtfertigt in irgendwelche Schubladen gesteckt wird und wie sehr ihn das verletzt. Ich persönlich mag seine schmerzhaft ehrliche Art, auch wenn er damit oft aneckt.
Mit Bella brauchte ich definitiv länger, bevor ich mit ihr warmwurde. Es ist durchaus positiv, wenn sie sich für sich selbst an die erste Stelle setzt. Aber dadurch lässt sie auch keine wirkliche Nähe zu und tut mit anderen genau das, was sie selbst kritisiert. Bella kreist fast die gesamte Zeit nur um sich selbst und stößt damit andere weg. Sie entwickelt sich aber im Laufe der Handlung weiter und erkennt ihre Muster endlich besser. Und mit dem Twist gegen Ende hätte ich absolut nicht gerechnet. Der ist für mich das Highlight im Buch.
Insgesamt eine gelungene weihnachtliche Forced Proximity Lovestory, die mit Vorurteilen und Missverständnissen aufräumt.
Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!